Alle News

Ausgesprochen niedrige Gemüsepreise im Jahr 2009

Der Preisverfall bei Gemüse, verbunden mit gestiegenen Kosten, bringt dieses Jahr viele Betriebe in Bedrängnis. Die Erzeugerpreise hätten bei manchen Gemüseprodukten über lange Strecken der Saison auch nicht annähernd die Gestehungskosten gedeckt, hieß es am 27. November beim Pfälzer Gemüsebautag in Mutterstadt. In einer Analyse der Saison 2009 kennzeichnete Dr. Hans-Christoph Behr (Agrarmarkt-Informationsgesellschaft AMI) die Gemüsepreise als "niedrig, aber nicht historisch tief". So hätten die Salate in den ersten zwei Monaten der Saison um 20 bis 30 Prozent weniger als im langjährigen Mittel gekostet. Ein noch niedrigeres Preisniveau hatte es im Jahr 2004 gegeben. Seit damals stiegen die Betriebsmittelpreise und Löhne aber deutlich. Die Rentabilität der Kulturen sei daher dramatisch gesunken. Laut Behr erreichte der "Verlust pro verkaufter Einheit" zumindest bei einigen Gemüsearten - vor allem Salaten, Brokkoli und Kohlrabi - durchaus historische Rekorde. Ursachen für die Preismisere 2009 sieht er unter anderem in der witterungsbedingten Zunahme des Angebots ebenso wie in Tendenzen beim Lebensmitteleinzelhandel.