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Ausschüsse Jungpflanzen/Wildgehölze: Viele Wildgehölze nicht mehr verfügbar

Land in Sicht - mit dieser Hoffnung, so erinnerte Ausschuss-Vorsitzender Eike Bunk, habe er bei der letzten Wintertagung seine Ausführungen aus dem Bereich Jungpflanzen und Wildgehölze geschlossen. "Doch dabei ist es auch geblieben." Denn 2005 war schwierig. Der Versand habe nach dem extrem langen Winter erst mit Verspätung angefangen. Nicht wieder aufzufangende Umsatzminderungen und sogar Stornierungen bei den wurzelnackten Pflanzen waren die Folge. Bewahrheitet hat sich bei einigen Segmenten, was eigentlich alle ahnen. "Positiv war die Preisentwicklung bei Sortimenten, die nicht reichlich am Markt waren." Dennoch habe es insgesamt eine Bewegung in die richtige Richtung bei der Preisgestaltung gegeben, die sich auch noch auf den Herbst übertragen habe. Nicht zuletzt, weil auch die Qualitäten stimmen. "Die letzte Kultursaison war sehr gut." Ein kühler, feuchter Sommer hätte eine buschige Jungware heranwachsen und der sommerähnliche Herbst diese Pflanzen gut ausreifen lassen. Sehr gute Bestände in bester Qualität stehen daher in diesem Frühjahr zur Verfügung und geben zur Hoffnung Anlass, die Herbstschlappe wettmachen zu können. "Der Herbstabsatz für Jungpflanzen zur Aufschulung lag in den meisten Baumschulen unter 20 Prozent vom Jahresumsatz, teilweise sogar unter zehn Prozent", wusste Bunk zu berichten. Ein Grund für diese Aufschulverzögerung ins Frühjahr hinein, so vermuten die Ausschussmitglieder, sei wohl die fehlende Liquidität in vielen Baumschulen. Alles geschehe derzeit etwas vorsichtiger als gewohnt, zumal einige weiterproduzierenden Baumschulen auf einen "nicht so guten Abverkauf" zurückblicken müssten. Die Jungpflanzenproduzenten blicken daher verhalten optimistisch auf das Jahr 2006. "Die Preise bei den Zierpflanzen sind sehr stabil mit einer leichten Tendenz nach oben. "Nur" stabil werden die Preise der wurzelnackten Ware eingestuft. Engpässe zeichnen sich laut Bunk nur wenige ab, am ehesten bei Heckenpflanzen und Kolkwitzien, die den Frost nicht überstanden haben. Bei den Wildgehölzen kommt der Ausschuss zu dem Schluss, dass es viele Artikel im Frühjahr nicht mehr geben wird. Das betrifft vorrangig Nadelgehölze wie Taxus und Thuja. Doch das gesamte Nadelgehölzangebot bei den Sämlingen sei nicht ausreichend.