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Ausstellung: Sternekoch unter den Floristen

Makoto Azuma als Floristen zu bezeichnen wäre so, als würde man einen Sternekoch als Würstlbrater bezeichnen. Makotos abstrakte, durchgeistigte Installationen verarbeiten Blumen und Pflanzen, aber es sind museumswürdige Kunstwerke und keine Gebinde für das häusliche Sideboard. Seine Verehrer -bezeichnen Makotos "Complete Haute Couture Flower Shop" im trendigen -Tokioter Ginza-Viertel als "Blumenbou- tique ohne Blumen". Das NRW-Forum Düsseldorf zeigt noch bis zum 3. August 2008 in einer Ausstellung die aufsehenerregenden Installationen des japanischen Pflanzen-Künstlers. Er friert einen Bonsai-Baum in einen Eisblock oder steckt Blumen kopfüber in ein Aquarium. Azuma findet sein Pflanzenmaterial meist bei den großen Tokioter Blumenhändlern, für seltene Wildblumen macht er gelegentlich auch Expeditionen in die Berge. In der Freizeit entwickelt er neue Ideen: unterhält sich mit ausgebildeten Floristen und macht halbwissenschaftliche Experimente, etwa Blumenzucht in Beton. Azuma zählt Modehäuser wie Bulgari und Hermès zu seinen Kunden, ebenso -Issey Miyake oder das Maison Margiela. 1976 in der Präfektur Fukuoka geboren, jobbte Makoto zunächst zwischen den Auftritten mit seiner Band bei einem Floristen; nach und nach ließ er sich vom Zauber der Blumen faszinieren und -beschloss irgendwann, die Floristik zur Kunst zu machen. Mehr unter www.nrw-forum.de