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Azerca: Frühe Sätze liefen gut bis der Einbruch kam

Wetterkapriolen bestimmen auch in diesem Jahr den Absatz der Azerca-Produkte. Das Marktgeschehen in den verschiedenen Landesteilen skizzierten die Regionalgruppen während der Herbsttagung der Sondergruppe Azerca im Zentralverband Gartenbau vergangene Woche in Straelen. So waren im Norden die frühen Eriken zunächst ganz gut gefragt, mit zunehmend warmer Witterung schleppte sich das Geschäft dann dahin. Manchen habe es hart getroffen, wenn die Qualitäten nicht ganz besonders gut waren. Vieles ist auf den Feldern stehen geblieben. Die Callunen liefen etwas positiver als das Geschäft bei den Eriken. Hier ist es zwingend notwendig, Sortimente hoher Qualität für jede Zeit, von Anfang bis zum Ende der Saison, anzubieten. Azaleen liefen zunächst gut, blieben dann jedoch stecken.

Auch im Westen zeigte sich ein ähnliches Bild. Frühe Callunen und erste Eriken liefen sehr gut im Markt, es entstand kurz ein Loch, wo keine Ware am Markt war. Mit der zweiten Hitzewelle blieb auch hier der Abverkauf stecken. Bei Callunen zeigte sich dann die schlechte Haltbarkeit der Blüte, der Druck am Markt wuchs. Erica gracilis standen in Top-Qualitäten auf den Feldern, konnten aber keinen Markt finden. Als Gewinner könnte man Erica x darleyensis bezeichnen, weil sie schnell mit der Blüte noch zur richtigen Zeit kam. Ebenfalls wieder gut am Markt haben sich Gaultherien behauptet. Auch hier liefen die Azaleen zunächst gut, danach in den vergangenen Wochen zunehmend schlechter.

Natürlich musste auch die Regionalgruppe Süd einen sehr heißen Juli und den nassen August sowie den lauwarmen Herbst verkraften. Auch hier legten die Callunen einen guten Start im September hin, fielen dann aber zurück, genau wie Erica gracilis, die schon früh in Blüte kam. Vielfach kamen die Kühlhäuser zum Einsatz, um Callunen einzulagern.

Ähnliches auch aus der Regionalgruppe Ost, wo Callunen zunächst gut verkauft wurden, dann auch in die Kühlhäuser wandern mussten. Auch der Erikenversand begann gut, bis sich das warme frühlingsähnliche Wetter im September und Oktober negativ auswirkte. Erica x darleyensis ist auch im Osten der Gewinner. Azaleen, wie überall im Land, ließen sich als frühe Sätze gut verkaufen, danach stagnierte der Absatz, da Poinsettien den Markt verstopfen.