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Azerca-Kulturen als Leitkulturen bestätigt

Die Aufnahme einer zweiten Leitkultur - neben der Pelargonie - für die Forschung an Zierpflanzenkulturen ist ein weiteres Ergebnis der Zusammenarbeit des Arbeitskreises Züchtungsforschung Zierpflanzen des Bundesverbandes Zierpflanzen (BVZ) mit dem Institut für gartenbauliche Kulturen der Bundesanstalt für Züchtungsforschung (BAZ). Diese Entscheidung wurde vom Züch- tungsausschuss der Azerca auf ihrer Tagung am 6. März in Bad Zwischenahn bestätigt. Die neuen Impulse der Züchtungsforschung werden auch Eingang in die Arbeit des Azerca-Züchtungsausschusses finden. Vor 25 Züchtern von Heidepflanzen und Azaleen berichtete Prof. Dr. Günter Schumann (BAZ Quedlinburg) in der Lehr- und Versuchsanstalt Bad Zwischenahn über die Züchtungsforschung am Institut für gartenbauliche Kulturen (IGK). Als zweite Leitkulturengruppe sind nun in der BAZ "Erica gracilis und verwandte Arten sowie Azaleen" etabliert worden. Unter dem Thema "Erschließung pflanzengenetischer Ressourcen und Erweiterung genetischer Variabilität" wird diese Kulturartengruppe Gegenstand verschiedener Forschungsprojekte der BAZ, die sich unter anderem mit der Resistenz gegen pilzliche Schaderreger, mit abiotischem Stress (zum Beispiel Frostresistenz) und der Genetik wichtiger Merkmale beschäftigen. Über den aktuellen Zulassungsstand bei Azerca-Kulturen berichtete im Züchtungsausschuss Dr. Burkhard Spellerberg, Bundessortenamt Hannover. Es stehen zurzeit 20 neue Sorten von Azaleen, über 60 Calluna- und 16 Erikensorten in der Prüfung zum nationalen und EU- weiten Sortenschutz.