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Baas Plantenservice: Von „Millionenbetrug“ ist die Rede

„Betrug in Hazerswoude?“ und „Möglicher Millionenbetrug Baas Plantenservice“. So lauten zwei Schlagzeilen in der niederländischen Fachzeitung Bloemenkrant vom 14. Februar 2012. Die Fachzeitung berichtet über mögliche Unregelmäßigkeiten rund um die Firma Baas Plantenservice. 

Das auf Baumschul-, Beet-, Balkon- und Zimmerpflanzen ausgerichtete Handelsunternehmen ist ansässig in Hazerswoude (nahe Boskoop). Sein Kundenkreis besteht den Angaben zufolge hauptsächlich aus Gartencentern, Baumärkten und Supermärkten.

Die Gebrüder De Jong – Eigentümer eines auf Hortensienproduktion ausgerichteten Boskooper Betriebes – hatten 75 Prozent der Anteile von Baas Plantenservice. Dies war im Jahr 2008. Das Geschäft des Handelsunternehmens lief zu diesem Zeitpunkt offenbar sehr schlecht und angeblich drohte Insolvenz. Daher – so berichtet Bloemenkrant – verkauften die Gebrüder De Jong ihre Anteile für den symbolischen Betrag von einem Euro an eine Stiftung.

Kurz danach soll das Geschäft von Baas Plantenservice aufgrund eines neuen Vertrages mit dem größten Kunden – der Baumarktkette Praktiker – wieder aufgeblüht, das Unternehmen in die Gewinnzone gekommen und von Insolvenz keine Rede mehr gewesen sein.

Bloemenkrant berichtet über eine Klage, mit der die Gebrüder De Jong gerichtlich unter anderem feststellen lassen wollen, ob ihnen damals als Anteilseigner wesentliche Informationen vorenthalten worden sind, beispielsweise eben über den neuen Vertrag mit Praktiker. Außerdem sollen die Eigentumsverhältnisse rund um eine große Zahl sogenannter BC-Pflanzencontainer – die Rede ist von acht Millionen Stück – unklar sein.

Diese Container wurden von TKS Transportmittel GmbH aus Surwold (Landkreis Emsland) geliefert. Einer der Gründer dieses Unternehmens war laut Bloemenkrant ehemals Haupteinkäufer von Pflanzen für Praktiker. Zwischen ihm und Praktiker sollen in Deutschland gerichtliche Auseinandersetzungen in Gang sein. (eh)