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Baden-Württemberg: Tarifpartner noch uneins

Die erste tarifliche Verhandlungsrunde für dieses Jahr für den Gartenbau konnte in Baden-Württemberg nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Der größte Reibepunkt war die Forderung der IG BAU, die Lohngruppe 7 der Erntehelfer zur Disposition zu stellen.

Ein weiterer gewerkschaftlicher Anspruch bezieht sich auf sechs Prozent mehr Lohn, Gehalt und Azubi-Vergütung. Der Gartenbau sei von der Krise weitgehend verschont geblieben, hieß es zur Begründung. Außerdem habe Baden-Württemberg den größten Anteil an Nutzfläche in Deutschland und den niedrigsten Ecklohn in Westdeutschland. Weder beim Ecklohn noch bei der Forderung nach einer tariflichen Lohnuntergrenze von 8,50 Euro kam es zu einer Einigung.

Es sei für die Tarifkommission nicht schlüssig gewesen, allein aus dem Flächenanteil in Baden-Württemberg eine Tarifforderung abzuleiten, sagte Thomas Vohrer für die Tarifkommission des Verbandes Badischer Gartenbaubetriebe und des Württembergischen Gärtnereiverbandes.

Auch der Gartenbau bleibe nicht von jeder Krise verschont. Das habe dieses Frühjahr mit seiner "Wetterkrise" gezeigt. Bis zum Folgeabschluss (Termin steht noch aus) gelten die im Lohn- und Gehaltstarifvertrag vom 1. Februar 2008 ausgewiesenen Entgelte. Ab 1. März 2009 beträgt der Ecklohn in Lohngruppe 4 a (Gärtner mit Beginn des zweiten Jahres nach der Abschlussprüfung) 10,34 Euro.