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Bamberg: Deutsche Umwelthilfe zeichnet Grünflächenmanagement aus

Die Initiative "Grün in der Stadt" der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hat die Stadt Bamberg als "Projekt des Monats" ausgezeichnet. "Das langjährige Projekt 'Straßenränder auf Terrassensand' der Stadt Bamberg fördert die heimische Artenvielfalt sehr effektiv", sagte Robert Spreter, Leiter Kommunaler Umweltschutz der Deutschen Umwelthilfe, bei der Preisübergabe. "Wo einst artenarme Rasenbankette die Straßen säumten, ergießt sich heute ein Blütenmeer aus Klatschmohn, Wiesensalbei, Wilder Möhre und weiteren, zum Teil sehr seltenen Arten", lobte Spreter und hob auch hervor: "Doch nicht nur die Artenvielfalt profitiert vom neuen Pflegekonzept, es wird auch viel Arbeit und Energie eingespart." Ökologie und Ökonomie gehen in Bamberg Hand in Hand. Die eintönigen Rasenbankette auf dem Berliner Ring und an anderen Verkehrsachsen Bambergs gehörten der Vergangenheit an. Entlang von sechs Kilometern Straße, Rad- und Fußweg betreibt die Stadt Bamberg seit 1999 auf einer Gesamtfläche von zehn Hektar ökologisches Grünflächenmanagement. Mit großem Erfolg für den Artenschutz, denn mittlerweile blühen dort über 400 standortgerechte Pflanzenarten, darunter auch seltene und bedrohte Arten wie das Alpen-Leinblatt (Thesium alpinum), die Violette Königskerze (Verbascum phoeniceum) und die Ranken-Platterbse (Lathyrus aphaca). Zum Vergleich: Auf einem normalen Rasenbankett gedeihen üblicherweise nicht mehr als zehn Arten. Die Artenvielfalt ist dem trocken-sandigen Standort zu verdanken, und ist außerdem das Ergebnis eines langjährigen und durchdachten Pflegekonzepts: Gemäht wird nur noch ein- bis zweimal im Jahr, auf Dünger und Pestizide wird völlig verzichtet. So spart das Grünflächenmanagement der Stadt auch viel Arbeit und Energie ein.