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Bau- und Gartenmärkte genießen hohen Kundenzuspruch

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In Deutschland, Österreich und der Schweiz erfahren Bau- und Gartenmärkte nach wie vor einen großen Kundenzuspruch und profitieren von der anhaltenden und sich aktuell zuspitzenden Corona-Pandemie. Garten- und Renovierungssortimente seien laut BHB so gefragt wie selten.

Bau- und Gartenmärkte profitieren von der Corona-Krise. Foto: Noelle Otto/ Pexels

Bau- und Gartenmärkte erzielen zweistelliges Umsatzplus

Das Jahr 2020 ist unter jeglichen Umständen ein besonderes. Es ist ganz klar durch den Ausbruch der Corona-Pandemie gekennzeichnet und steht in allen Bereichen unter dessen Einfluss. Profiteure gibt es nur wenige, doch zu ihnen gehören die Bau- und Gartenfachmärkte, die in der Zeit von Januar bis September insgesamt 17,32 Milliarden Euro umsetzten. Das bedeutet ein zweistelliges Umsatzplus von rund 15 Prozent, das zeigen aktuelle Zahlen des Handelsverbands Heimwerken, Bauen und Garten (BHB). „Diese Zahlen sind erfreulich und spiegeln sehr realistisch den hohen Arbeitsumfang unserer Mitarbeiter auf der Fläche wider“, erklärt BHB-Vorstandssprecher Peter Tepaß. „Während die Kollegen und Kolleginnen in den deutschen Märkten fast durchgehend dieses zweistellige Wachstum unter hohen Sicherheitsstandards umsetzten, kann man zudem in der Umsatzkurve der schweizer und der österreichischen Bau- und Gartenfachmärkte deutlich die Folgen eines wochenlangen Lockdowns ablesen.“ In Österreich betrug das Umsatzplus rund 11,4 Prozent, in der Schweiz 7,4 Prozent.

Neue Lust am Heimwerken und verschönern des Gartens

Begründet wird dieser Umsatzzuwachs zum einen mit den Einschränkungen der Reisefreiheit. Die Menschen waren besonders in der Urlaubssaison an ihr Zuhause gebunden und investierten daher in die Verschönerung ihrer Gärten und der eigenen vier Wände. Zusätzlich sei laut BHB eine neue Lust am Heimwerken bei den Verbrauchern zu erkennen. „Die vielen Sanierung-, Renovierungs- und Verschönerungsprojekte, die unsere Kunden in den vergangenen Monaten angegangen sind zeigen, dass das kreative Potenzial wie auch die Muße für DIY-Projekte vorhanden sind und der Erfolg dabei auch Spaß und Ablenkung bringt“, weiß BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst.

Die stärksten Warengruppen

Dass die Verbraucher in diesem Jahr vor allem in ihre Gärten investierten, lässt sich deutlich an der Entwicklung der einzelnen Sortimente ablesen. Unter den Top Fünf befinden sich die klassischen Gartensortimente ganz oben bei den Zuwachsraten des ersten Dreivierteljahr 2020. Laut BHB hat es das schon seit etlichen Jahren in diesem Ausmaß nicht mehr gegeben.

  1. Farben/Malerzubehör plus 28,7 Prozent
  2. Gartenausstattung plus 26,2 Prozent
  3. Holz plus 25,5 Prozent
  4. Gartenmöbel plus 25,2 Prozent
  5. Werkzeuge/Handwerkzeuge plus 21,9 Prozent

Lediglich der Bereich Automotive (Autozubehör, Anhänger, Fahrzeuge etc.) musste in diesem Jahr ein Minus verzeichnen und sank um 3,7 Prozentpunkte. Auch hier lasse sich die eingeschränkte Mobilität im Corona-Jahr ablesen.

Ein in vielen Bereichen ähnlicher Trend zeichnet sich laut BHB in Österreich ab. Mit einem Plus von 22,1 Prozent wuchs das Segment Farben/Malerzubehör am stärksten, der Bereich Gartenzubehör legte hier um 19,7 Prozent zu. Einen Rückgang um 16,1 Prozent verzeichnete der Erhebung zufolge dagegen das Gartenmöbel-Sortiment in den österreichischen Bau- und Gartenfachmärkten. Gewinner in der Schweiz ist dem BHB zufolge die Warengruppe „Sonstiges“, die im Dreivierteljahres-Vergleich um 29,3 Prozent angewachsen sei. Immerhin um 16,0 Prozent konnte demnach der Bereich Gartenausstattung in der Schweiz zulegen.

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