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Bau- und Gartenmärkte mit verrücktem Quartal

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Nach dem ersten Quartal des Jahres 2021 legte der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) ein Fazit vor. Bei Betrachtung der einzelnen Monate könnte der Umsatz nicht unterschiedlicher sein. Nach Lockdown-bedingten Einbrüchen im Januar und Februar fand im März bereits eine deutliche Trendumkehr statt.

Gartenmöbel konnten trotz des Umsatzrückgangs ein deutliches Plus verzeichnen. Foto: Green Solutions

Januar und Februar mit Abwärtstrend, März mit Trendumkehr

Blickte der Bau- und Gartenmarkthandel nach dem Corona-Jahr auf eine starke Umsatzsteigerung, so folgte zu Beginn des laufenden Jahres in Deutschland eine Vollbremsung. Nach den politischen Vorgaben brachen die Umsätze im Lockdown zeitweilig deutlich ein. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Umsatz um ganze 21,3 Prozent auf 3,45 Milliarden Euro. Der März allerdings entpuppte sich dann als Lichtblick und Trendumkehr, denn hier stiegen die Umsätze verglichen mit dem Vorjahr um 18 Prozent. „Die völlig unnötig verursachten Umsatzeinbrüche in Deutschland sind und bleiben das Ergebnis unstimmiger Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern“, kritisiert BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst die politischen Entscheidungen in Deutschland.

Gartenmöbel und -zubehör legten zu

Bei Betrachtung der einzelnen Sortimente sei kaum eine Vergleichbarkeit zu ziehen, da es durch den ab 16. Dezember 2020 in Kraft getretenen Lockdown kaum Einkaufsmöglichkeiten für Endverbraucher gegeben habe. Lediglich die Segmente Gartenausstattung (+8,5 Prozent) und Gartenmöbel (+19,8 Prozent) legten hier zu. Das lasse sich auf die Ausnahmeregelungen für Gartencenter und Gartenabteilungen von Baumärkten erklären. Hier habe der BHB zusammen mit den Grünen Verbänden wichtige Lobbyarbeit geleistet und zumindest einen Teilerfolg erzielen können.

Unklare Aussichten mit positiven Vorzeichen

Eine Aussicht auf die Geschäftsentwicklung im übrigen Jahr wagt der BHB allerdings nicht, zu unsicher seien die Zeiten und damit unseriös eine Prognose. „In dieser verwirrenden Lage, in der Ordnungsbehörden teils in derselben Stadt unterschiedliche Schließungsanordnungen durchgesetzt haben, hat die Branche bewiesen, dass die Bau- und Gartenfachmärkte in Führung und Struktur sehr gut positioniert sind. Oft waren blitzschnelles Entscheiden und Handeln notwendig, um noch mehr Schaden abzuwenden und zumindest einen Teil des Umsatzes durch eCommerce-Maßnahmen wie R&A oder Versand zu erhalten. Dieses hat unseren Teams in den Märkten zusätzliche Belastungen gebracht – und wir sind wirklich stolz, mit welch hohem Engagement die Mitarbeiter diese Aufgaben angenommen und bewältigt haben“, so BHB-Vorstandssprecher Peter Tepaß. „Seit Beginn der Pandemie haben viele Menschen ihre Liebe zum Home Improvement wiederentdeckt, sehr viel an Haus und Heim gewerkelt und in dessen Ausstattung investiert. Dabei sind die Bau- und Gartenfachmärkte erste Wahl als Partner für die Umsetzung – dies erfahren wir von Stammkunden, aber auch vielen neuen Kunden, die unsere Produkt- und Beratungsqualität zu schätzen wissen. Zwar wird sich mit der zunehmenden Normalisierung der Lage auch das Leben wieder in andere Bereiche verlagern, aber wir sind optimistisch, dass die Trends aus 2019 weiterlaufen und das „Do-it-yourself“ relevanter Teil ihres Lebensstils wird“, wagt René Haßfeld, stellvertretender Vorstandssprecher des BHB doch noch eine vorsichtige Prognose.

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