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Bauernverband: „NO-Deal Brexit“ abwenden

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Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) Joachim Rukwied traf sich in Berlin mit seiner Amtskollegin aus Großbritannien Minette Batters und stimmten in ihren Meinungen überein, dass ein „NO-Deal Brexit“ abgewendet werden müsse.

DBV und NFU sind sich einige darüber, dass ein NO-Deal Brexit fatale Folgen hätte und abgewendet werden müsse. Foto: Fokussiert/ Fotolia

Die Präsidentin der National Farmers‘ Union of England and Wales (NFU) Minette Batters besuchte anlässlich des bilateralen Treffens Joachim Rukwied in der deutschen Hauptstadt. Im Rahmen dieses Besuches tauschten sich beide Präsidenten über die aktuellen Herausforderungen für die Branche aus. Dabei war der anstehende Brexit natürlich eines der Hauptthemen.

Übereinstimmung beim Thema Brexit

In den Gesprächen wurde schnell klar, dass beim Thema Brexit Übereinstimmung herrsche. „Unsere Verbände haben sowohl der deutschen als auch der britischen Regierung wiederholt mitgeteilt, dass Bauern ein politisches und marktorientiertes Umfeld brauchen, in dem sie wettbewerbsfähig wirtschaften können. Dafür ist es unerlässlich, dass wir an einem freien und reibungslosen Handel mit unseren nächsten Nachbarn und engsten Handelspartnern festhalten. Darum muss ein „NO-Deal Brexit“ abgewendet werden. Sollte der Brexit unvermeidbar sein, muss das Vereinigte Königreich die EU in einer möglichst geordneten Weise verlassen. Der landwirtschaftliche Sektor muss auch weiterhin produktiv, profitabel und fortschrittlich arbeiten können”, erklärten beide Präsidenten in einer Mitteilung des DBV.

Präsidenten wollen für starke Landwirtschaft einstehen

Die beiden Präsidenten unterstrichen deutlich, dass sie in der Politik weiterhin für eine starke Landwirtschaft einstehen. „Wir sind stolz, sagen zu können, dass unsere Mitglieder den Bürgern zuverlässig sichere Nahrungsmittel in einer hohen Qualität anbieten. Unsere Produktionsstandards gehören weltweit mit zu den höchsten und dürfen nicht von Handelsabkommen untergraben werden.”

Landwirtschaft gefordert beim Kampf gegen den Klimawandel

Die Landwirtschaft stehe zudem vor einer ganz besonderen Herausforderung im Kampf gegen den Klimawandel. Hier nahmen Batters und Rukwied sowohl Verbraucher und Landwirte, aber auch Wissenschaft und Politik in die Verantwortung. „Wir wollen die Produktivität erhöhen, Landbewirtschaftung weiter verbessern, um mehr Kohlenstoff im Boden binden zu können, sowie die erneuerbaren Energien ausbauen. Dafür brauchen wir die Unterstützung aller: die der Verbraucher, der Wissenschaft und vor allem die Unterstützung der Regierungen in Europa. Diese Herausforderung darf uns weder davon abbringen, die Verbraucher mit hochqualitativen und bezahlbaren Lebensmitteln zu versorgen, noch dürfen wir Gefahr laufen, dass die Produktion in andere Teile der Welt verlagert wird. Jeder Landwirt muss Verantwortung übernehmen und dafür sorgen, dass in Europa Lebensmittel klimafreundlich produziert werden.”