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Baumaschinen: Zeichen für 2021 stehen wieder auf Wachstum

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Einer der größten Hersteller von Baumaschinen zieht Bilanz: 2020 war für Wacker Neuson, bedingt durch die Pandemie, ein Jahr voller Herausforderungen. 2021 soll deutlich positiver laufen. Auf den Baustellen geht es rund, und die Auftragsbücher sind voll.

Aufwärts soll es für Wacker Neuson in diesem Jahr mit Blick auf die Umsätze gehen. 2020 musste der Baumaschinenhersteller einen Einbruch von 15 Prozent hinnehmen. Foto: Wacker Neuson

2020 deutliche Delle für Wachstumskurs von Wacker Neuson

Nach jeweils zweistelligen Wachstumsraten in den Geschäftsjahren 2017, 2018 und 2019, erlitt der Wachstumskurs der Wacker Neuson Group im vergangenen Jahr eine deutliche Delle. So wurde 2020 ein Umsatz von 1.615,5 Millionen Euro erzielt, was einem Rückgang von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht (2019: 1.901,1 Mio. Euro). 2021 sieht der Konzern optimistisch. Vor dem Hintergrund positiver Aussichten für die Bau- und Landwirtschaft und des deutlich über Vorjahresniveau liegenden Auftragsbestandes, rechnet der Vorstand in diesem Jahr mit Wachstum in den drei Geschäftsbereichen Baugeräte, Kompaktmaschinen und Dienstleistungen. In der Spanne wird ein Umsatz von 1.700 und 1.800 Millionen Euro erwartet.

„Covid-19 hat uns im vergangenen Jahr alle vor große Herausforderungen gestellt – und die Pandemie ist längst nicht ausgestanden“, sagt Kurt Helletzgruber, CEO und CFO der Wacker Neuson Group, im Rahmen des Geschäftsberichtes 2020. „Dennoch stehen die Zeichen für 2021 wieder auf Wachstum, und wir sehen den kommenden Wochen und Monaten mit viel Zuversicht entgegen. Unsere Kunden haben alle Hände voll zu tun und wir verfügen über gut gefüllte Auftragsbücher.“ Im vergangenen Jahr habe man intensiv an der Effizienz des Gesamtkonzerns gearbeitet. „Wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen, dennoch bin ich hinsichtlich der Entwicklung unserer Profitabilität für 2021 und die kommenden Jahre sehr optimistisch“, so Helletzgruber.

Pandemie mit starkem Einfluss auf den Geschäftsverlauf 2020

Im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie musste Wacker Neuson im abgelaufenen Geschäftsjahr deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen. Die von zahlreichen Staaten, Institutionen und Unternehmen ergriffenen Schutzmaßnahmen führten insbesondere im ersten Halbjahr zu Unterbrechungen der Baustellentätigkeit sowie zu Behinderungen der Lieferketten. Flächendeckende Shutdowns und die große Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Pandemie wirkten sich deutlich negativ auf das Investitionsverhalten der Kunden und die Geschäftslage des Konzerns aus.

Im Segment Europa lag der Umsatz mit 1.289,7 Millionen Euro um 6,5 Prozent unter dem Wert des Vorjahrs (2019: 1.379,0 Mio. Euro). Erfreulich zeigte sich die Entwicklung in der DACH-Region, in der der Konzern von seinem besonders dichten Netz aus eigenen Vertriebsniederlassungen und Händlerpartnern profitierte. Hier konnten durch Umsatzzuwächse im Dienstleistungsgeschäft Rückgänge im Neumaschinengeschäft abgemildert werden. Stabilisierend wirkte sich außerdem das Geschäft mit landwirtschaftlichen Maschinen der Konzernmarken Kramer und Weidemann aus. Der Umsatz erreichte hier 304,3 Millionen Euro, ein Minus von 1,9 Prozent (2019: 310,2 Mio. Euro).

In der von Covid-19 besonders heftig getroffenen Region Amerika musste ein Umsatzrückgang von 41,2 Prozent auf 270,4 Millionen Euro hingenommen werden (2019: 459,5 Mio. Euro). Dieser resultierte im Wesentlichen aus der starken Zurückhaltung wichtiger Großkunden und Vermietketten, die ihre Investitionstätigkeit im Vergleich zur Entwicklung des Gesamtmarktes überproportional zurückfuhren. Im Raum Asien-Pazifik ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr auf 55,4 Millionen Euro zurück (2019: 62,6 Mio. Euro), wobei die Umsatzeinbußen insbesondere auf das erste Quartal entfielen, in dem das chinesische Werk im Zusammenhang mit Covid-19 für einige Wochen stillstand. Während sich die Situation in China und Australien in den Folgemonaten zügig verbesserte, blieb eine Entspannung in den südostasiatischen Ländern aus.

Risiko Lieferkette und deutlich gestiegene Beschaffungspreise

Risiken sieht der Vorstand neben weiteren negativen Auswirkungen der Corona-Krise derzeit vor allem in der Lieferkette. Die durch die Pandemie verursachten Beschränkungen und die allgemein anziehende Nachfrage haben in vielen Bereichen bereits zu einer deutlich angespannten Lage geführt. Daneben sieht sich der Konzern zum Teil deutlich gestiegenen Beschaffungspreisen ausgesetzt, beispielsweise für Stahl.

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