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Baumkontrolle programmiert: Organisation, Ablauf und Durchführung bei der Baumkontrolle

In Köln fand Anfang November zum Thema Baumkontrollen eine Fachtagung der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL) statt. Die „Sicherheit für Mensch und Baum“ stand dabei im Mittelpunkt der Vorträge und wie sich die Kontrollrichtlinie in einem Jahr Praxis bewährt hat.

Über die Organisation, Ablaufplanung und Durchführung der Baumkontrollen berichtete Ralf Semmler von der Datenbankgesellschaft Falkensee. Die neue FLL-Baumkontrollrichtlinie stelle für den Verantwortlichen eine Planungshilfe zur Mittelbeschaffung und Personalplanung dar. Für den Baumkontrolleur ist sie eine Arbeitsgrundlage und Anleitung zur eigenverantwortlichen Erfassung und Kontrolle des Baumbestandes. Für den Baumpfleger ist die Richtlinie eine Ergänzung, die mit ihren Begrifflichkeiten auf die ZTV-Baumpflege abgestimmt ist. Die Praxis zeige, dass eine bedarfsgerechte Baumkontrolle notwendig ist. Außerdem werden qualifizierte Fachkräfte, die den Baum bei der Planung, bei der Pflanzung und bei der Pflege verstehen, benötigt.

Die Dienstleistung aus seinem Haus umfasst einmal die Software für die elektronische Datenerhebung und -Verarbeitung des Baumbestandes sowie auch Baumkontrollen. Rund 500 Städte in Deutschland und Österreich würden sie bereits teilweise seit 1991 einsetzen. Die Baumkontrollen umfassen einige hunderttausend Stück pro Jahr. Semmler gab einen Überblick über die Kosten der Erfassung und Kontrolle der Bäume. Damit mache mit 83 Prozent die Baumkontrolle vor Ort den größten Anteil aus. Sieben Prozent entfallen auf die Ersterfassung von Neuanpflanzungen, fünf Prozent auf Hardwarekosten, vier Prozent auf Datenverwaltung und ein Prozent auf Softwarekosten.