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Baumpflegetage: Lernen, wie andere auf die Palme gehen

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Wer in seinem Beruf über den Tellerrand blickt, kann neue Lösungen entdecken und von einem breit gefächerten Know-how profitieren. Deshalb fördern die Deutschen Baumpflegetage seit jeher den internationalen und fachübergreifenden Austausch für Baumpfleger – so auch bei der diesjährigen Fachtagung.

Bei den Baumpflegetagen in Augsburg treffen sich internationale Baumexperten zum fachlichen Austausch. Foto: Forum Baumpflege

Seilklettertechnik an Palmen

Vom 7. bis 9. Mai begrüßen die Organisatoren erstmals auch Referenten aus Israel, die über die Seilklettertechnik an Palmen sprechen. Aus Schweden kommt ein Beitrag zum Bau von Baumhäusern. Kurzfristig hinzugekommen ist außerdem ein Vortrag aus Österreich über ein neues Verfahren zur biologischen Kontrolle des Götterbaums.

„Wir geben bei den Deutschen Baumpflegetagen immer wieder Einblicke in spezielle Arbeitsfelder, weil wir überzeugt sind, dass unsere Teilnehmer von dieser Wissensvielfalt profitieren“, sagt Professor Dr. Dirk Dujesiefken, Veranstalter der Deutschen Baumpflegetage.

Baumpflege-Pionier spricht über Bau von Baumhäusern

Beim Klettern an Palmen kämen zum Beispiel Techniken zum Einsatz, die eher denen der Industriekletterei ähnelten als denen der Baumpflege. „Industriekletterer zählen traditionell auch zu den Besuchern der Deutschen Baumpflegetage“, erklärt Dujesiefken.

Es gehe also darum, Brücken zu schlagen und voneinander zu lernen: Wo kann ich Techniken für meine Arbeit adaptieren? Wo gibt es Innovationen, die ich für meine Tätigkeit nutzen kann? „Dasselbe gilt unter anderem auch für den Bau von Baumhäusern“, so Dujesiefken weiter. Für den Vortrag über den Bau von Baumhäusern konnte der schwedische Baumpflege-Pionier De Gourét Litchfield gewonnen werden.

Die Kontrolle des Götterbaums

Erst im Herbst 2018 hat Professor Dr. Erhard Halmschlager von der Universität für Bodenkultur in Wien seine aktuellen Forschungen zu neuen Bekämpfungsverfahren und der biologischen Kontrolle des Götterbaums abgeschlossen.

„Wir konnten dem Kollegen Halmschlager kurzfristig die Möglichkeit geben, seine neu entwickelten Methoden in Augsburg vorzustellen. Auch dies ist eine fachliche Bereicherung, denn die Methode befindet sich aktuell in der Prüfung zur EU-weiten Anerkennung“, so Dirk Dujesiefken.

Neues Krankheitsbild an Linden

Aktuelles aus der Forschung wird erneut auch in der wissenschaftlichen Poster-Ausstellung vorgestellt. Hervorzuheben sind hier aktuelle Ergebnisse zur Totastbildung der Linde durch einen „Massaria-Befall“. Prof. Dr. Rolf Kehr von der HAWK Göttingen und Martin Schreiner vom Pflanzenschutzamt Berlin berichten über das neue Krankheitsbild, das so bislang nur von Platanen bekannt war.