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Baumschule setzt auf Online-Geschäft

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Die Hiobsbotschaften reißen dieser Tage in der Grünen Branche kaum ab. Nahezu täglich gibt es neue Vorschriften und verschärfte Sicherheitsvorgaben seitens der Behörden, von denen gerade der Handel betroffen ist. Bei der Baumschule Horstmann setzt man in dieser Zeit besonders erfolgreich auf den Online-Handel.

Bei der Baumschule Horstmann ist wirtschaftlich nicht viel von der Corona-Krise zu spüren. Der Online-Handel boomt laut Unternehmen. Foto: Baumschule Horstmann

Ausgangssperren und Kontaktverbote und Frühlingswetter

Laut einer Meldung der Baumschule aus Schleswig-Holstein erfährt der Online-Handel beim Unternehmen während der Corona-Pandemie einen besonderen Boom. In Zeiten von Kontaktverboten besinnen sich die Menschen auf ihr Zuhause und die Gartenarbeit. Sie beginnen gerade auch bei einsetzendem Frühlingswetter darauf, ihre Balkone und Terrassen zu verschönern. Besonders die milderen Temperaturen ziehen die Bevölkerung dieser Tage in den Garten nach draußen. Doch woher die neuen Pflanzen nehmen, wenn die Gartenmärkte, Baumschulen und Gärtnereien in vielen Bundesländern geschlossen haben? Bei der Baumschule Horstmann konzentriere man sich demnach auf das Online-Geschäft. Rosen, Hortensien, Blaubeeren und Co kommen auf diese Weise völlig kontaktlos im Paket zum Verbraucher.

Baumschule verzeichnet Boom im Online-Handel

„Wir verzeichnen derzeit eine extrem hohe Nachfrage“, fasst Lars Heese, Geschäftsführer der Baumschule Horstmann aus Schenefeld das Geschehen der letzten Tage zusammen. Weiterhin betont Heese, dass die Corona-Pandemie zur Stunde keine negativen Folgen für das Unternehmen habe. „Im Gegenteil, wir erleben einen regelrechten Boom an Bestellungen“, erklärt Heese. Der einsetzende Frühling und die Tatsache, dass die Menschen ihre Zeit zuhause verbringen müssen, sind für ihn die Erklärungen dafür, dass die Aufträge ungeahnte Ausmaße annehmen. Zudem sind Hobbygärtner seiner Meinung darauf bedacht, jeden unnötigen Gang auf die Straße zu vermeiden. „Das ist für uns als natürlich sehr positiv, denn wir sind seit mehr als 15 Jahren genau auf diesen Onlinehandel mit Pflanzen spezialisiert. Wir müssen uns jetzt keine Ad-hoc-Lösungen einfallen lassen, sondern führen unser Geschäft professionell fort“, erklärt Heese die aktuelle Situation.

Personalmangel auch in der Baumschule zu spüren

Allerdings sieht Heese auch eventuell auf den Betrieb zukommende Probleme, sollten die Lieferdienste gezwungen werden, ihre Dienstleistungen einschränken oder gar einstellen zu müssen. „Das wäre mit den Pflanzen schwer vereinbar. Die können ja nicht ewig im Paket bleiben", so der Geschäftsführer. Es fehlen dem Unternehmen, wie auch in anderen Betrieben zurzeit an vielen teilweise langjährigen Saisonmitarbeitern, die aufgrund der Reiserestriktionen nicht anreisen können. „Allerdings konnten wir den fehlenden Bedarf durch Kurzarbeiter aus anderen Betrieben nahezu decken“, resümiert Heese. Von Kurzarbeit oder gar Entlassungen sei die Baumschule Horstmann weit entfernt. „Wir schätzen uns glücklich über jeden Mitarbeiter, der gesund ist und die enorm hohe Nachfrage nach unserer Baumschulware mit uns bewältigt. Momentan wären wir wirklich froh, wenn wir mehr Mitarbeiter hätten.“ Trotz der engen Personaldecke, könne die Baumschule aktuell aber alle Bestellungen wie gewohnt abwickeln. Die Kundenberater und auch die Experten für die Gärtner-Sprechstunde stehen zudem aus dem Home-Office im Chat, am Telefon und per E-Mail zur Verfügung, um so viel Kontakt wie möglich unter den Kollegen zu vermeiden.

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