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Baumschulen bereit für Landesgartenschau Eutin

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Wenn am 28. April die Landesgartenschau in Eutin eröffnet, sind auch die schleswig-holsteinischen Baumschulen präsent. Mit vier Sortimentsschwerpunkten – Rhododendron, Rosen, Obstgehölze und Klimabäume – wollen sie den Gartenschaubesuchern das Pinneberger Baumschulland als eines der größten zusammenhängenden Anbaugebiete für Baumschulpflanzen näherbringen.

Präsentierten die vier Ausstellungsbeiträge aus dem Pinneberger Baumschulland (v.l.): Lars Alves (Vorsitzender Fachausschuss Obstgehölze), Holger Hachmann, Dr. Frank Schoppa und Reimer Meier (Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der Landesgartenschau Eutin). Foto: BdB Landesverband Schleswig-Holstein/M. Schneekloth

Baumschulen arbeiten im Frühjahr auf Hochtouren

Bis zur Eröffnung der Landesgartenschau haben die Baumschulen – wie üblich im Frühjahr – allerdings noch alle Hände voll zu tun, wie der Landesverband Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen (BdB) informiert. Millionen von Gehölzen werden in den rund 300 Betrieben des Landes demnach gerodet, kommissioniert, verpackt und versendet – vom Alleebaum bis zur Jungpflanze.

„Das Frühjahr ist die größte Herausforderung unserer Baumschulen im Hinblick auf Logistik und Arbeitskraft“, erklärt Landesverbandsgeschäftsführer Dr. Frank Schoppa. Etwa 60 Prozent des gesamten Jahresumsatzes werden demnach von Februar bis Mai erwirtschaftet.

„Neben der Vermarktung wird zeitgleich für die neue Saison im Herbst produziert und zugleich fallen Arbeiten in der Kulturpflege an. Effiziente Arbeitszeitmodelle, die eine ganzjährige Beschäftigung aller Mitarbeiter ermöglichen, sind vor diesem Hintergrund eine große Herausforderung“, so Schoppa.

Baumschulen zeigen Rhododendron, Obst und Rosen

Zu den Ausstellungsbeiträgen des Pinneberger Baumschullandes auf der Landesgartenschau Eutin gehört unter anderem der Rhododendronhain im Bereich Seepark. Auf rund 200 Quadratmetern werden rund 90 Rhododendren der Baumschule Hachmann aus Barmstedt zu sehen sein, darunter moderne Rhododendron-Hybriden wie ʻOrange Flirtʼ und ʻDolcementeʼ. Außerdem ist eine Rhododendrontaufe geplant.

Die Obstbaumschulen aus dem Fachausschuss Obstgehölze im Landesverband Schleswig-Holstein präsentieren sich im etwa 380 Quadratmeter großen Obstgarten im Küchen- beziehungsweise Schlossgarten. Untergliedert in zwölf Teilflächen, wurden auf dem etwa 380 Quadratmeter großen Areal über 130 Obstgehölze in verschiedenen Wuchsformen und Qualitäten gepflanzt – vom kleinen Busch bis zum hochstämmigen Obstbaum, vom „Wild-Obst“ bis zur hochwertigen Kulturform.

An die 2.000 Rosen sind in den Bereichen Stadtbucht, Seeuferpark und im Eingangsbereich gepflanzt. Während die Rosenfläche im Eingangsbereich temporär ist, bleiben die restlichen Rosenanpflanzungen bestehen.

Schleswig-Holsteins Baumschulen an Klimaprojekt beteiligt

Schließlich stehen im sogenannten „Klimawandelhain“ 39 Bäume in 20 Baumarten exemplarisch für das im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) geförderte Projekt „Klimawandel und Gehölzsortimente der Zukunft“, das in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, dem Versuchs- und Beratungsring Schleswig-Holstein und dem Baumschul-Landesverband umgesetzt wird. Ziel des Projekts ist es, klimastresstolerante Stadtbaum-Arten an Echt-Standorten zu prüfen.