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Baumschulen: Eis als Frostschutz

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Der Spätfrost in den vergangenen Tagen hat im Gartenbau teilweise zu schweren Schäden, vor allem an Obst- und Weinkulturen, geführt. Allein in Österreich etwa schätzt die Hagelversicherung das jüngste Schadenausmaß auf über 50 Millionen Euro. Als wirksamen Schutz setzen Baumschulen deshalb auf Frostberegnung.

Die Baumschule Schröder hat ihre Pflanzen durch Frostschutzberegnung vor Schäden geschützt. Foto: Baumschule Schröder

Frostschutzberegnung schützt Baumschulpflanzen auch zu den Eisheiligen

So hat etwa die Baumschule Schröder in Dringenburg aktuell die frischen Triebe von Rhododendron und Co. durch gezielte Beregnung und die sich aufgrund der niedrigen Temperaturen bildende Eisschicht vor Frostschäden geschützt. Diese Maßnahme kommt auch noch im Mai zum Einsatz, wenn rund um die Eisheiligen Temperaturen rund um den Gefrierpunkt drohen und in Folge die Rinde der dann bereits „voll im Saft“ stehenden Pflanzen platzen kann.

„Je nach Frost gehen da bei uns bis zu 1.000 Kubikmeter Wasser durch“, erklärte Timo Schröder, Inhaber der Baumschule Schröder, gegenüber der Nordwest Zeitung. Der eineinhalb Hektar große und 50.000 Kubikmeter Wasser fassende Teich auf dem Firmengelände kommt in dieser Zeit nicht für die normale Bewässerung der Pflanzen zum Einsatz, sondern auch für die Frostschutzberegnung.

Pflanztunnel mit Jungpflanzen werden von außen beregnet

Wie Schröder gegenüber der Nordwest Zeitung angab, werden in seiner Baumschule zudem die Pflanztunnel mit den Jungpflanzen von außen beregnet. Die auf der Tunneloberfläche entstehende Eisschicht wird während der Beregnung nicht kälter als null Grad und schützt so die Pflanzen im Inneren.

Allerdings, so berichtet das Blatt, ist es vereinzelt schon vorgekommen, dass die Tunnel unter der schützenden Eisdecke eingestürzt sind – nämlich dann, wenn das Eis bei dauerhafter Beregnung und tiefen Temperaturen zu dick geworden ist.