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Baumschulen: Politik soll Betriebsschließungen finanziell kompensieren

Helmut Selders, Präsident des Bundes deutscher Baumschulen (BdB), sieht Bund und EU in der Pflicht. Während Selders dem Agrarausschuss den Baum des Jahres überreichte, forderte er die Politik erneut auf, mit dem Berufsstand über Entschädigungsmöglichkeiten bei Betriebsschließungen durch Schädlingsbefall zu diskutieren.

Gemeinsam mit der Baumkönigin überreichte BdB-Präsident Helmut Selders dem Agrarausschuss den Baum des Jahres. Foto: BdB

Gravierender Schädlingsbefall: Besonders Obstgehölze gefährdet

Insbesondere bei Obstgehölzen drohen laut Selders gravierende Schädlinge, denen nur selten Bekämpfungsmöglichkeiten gegenüberstehen. Betroffene Baumschulen sähen sich oft mit Rodungen und im schlimmsten Fall sogar mit Betriebsschließungen konfrontiert. Deswegen sollen Politik und Baumschuler in den direkten Dialog treten.

„Es muss darüber nachgedacht werden, einen besseren präventiven Pflanzenschutz zu ermöglichen. Auch ist zu überlegen, die Reisermuttergärten, in denen gesundes Pflanzenmaterial zur weiteren Produktion von Obstgehölzen kultiviert wird, mit öffentlichen Geldern zu stärken“, sagte Selders

Betriebsschließung durch Quarantäneschädiger: Finanzielle Entschädigung

Wie in der Vergangenheit forderte der BdB bei einem Auftreten von Quarantäneschädigern, das zu einer Betriebsschließung führe, eine finanzielle Entschädigung durch Bund und EU.

„Im Entwurf der neuen EU-Verordnung ist eine fünfzigprozentige Entschädigung der Betriebe vorgesehen. Es ist daher folgerichtig, wenn die übrigen 50 Prozent von Bundesseite übernommen würden. So könnten Betriebe vor dem wirtschaftlichen Ruin bewahrt werden“, so der BdB-Präsident. (ts)