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Baumschulen: Preise stehen unter Druck

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Ein milder Herbst verspricht nicht unbedingt reißenden Absatz und schon gar nicht stabile Preise. Das haben die Baumschulen auch in der Herbstsaison 2015 wieder erfahren müssen. Vor allem betrifft das den Großhandel, also den indirekten Absatz an GaLaBau, Kommunen, Baumschulen und Gartencenter, wie eine TASPO-Umfrage in verschiedenen Landesverbänden des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) ergeben hat.

Umsatzeinbußen und zu geringe Preise mussten viele Baumschulen im abgelaufenen Herbstgeschäft verzeichnen. Foto: BdB

Herbstsaison 2015: Baumschulen mit Umsatzeinbußen

So führt Schleswig-Holstein Umsatzeinbußen auf eine abnehmende Nachfrage zurück bei gleichzeitig geringen Preisen. Extreme Trockenheit in Süddeutschland habe dort für Kaufzurückhaltung im privaten wie im öffentlichen Bereich geführt. Das Land vergibt für die Absatzmengen die Schulnote Vier und für die erzielten Preise eine glatte Fünf.

Weser-Ems meldet ebenso eine schwierige Saison mit einem relativ normalen Bedarf bei nur schlechten Preisen, die am Markt zu erzielen waren. Bewertung der Absatzmenge: befriedigend, die Preise nur ausreichend. Auch Hamburg stellt den „großen Preisdruck“ in den Vordergrund. Zwar sei der Bedarf „ganz ok“, Schulnote Gut, gewesen. Doch für den Preis vergibt es eine Drei bis Vier.

Obstgehölze in Sachsens Baumschulen besonders nachgefragt

In Württemberg fällt das Urteil zum Herbst 2015 ähnlich aus. Abgesetzt wurden „zu geringe Mengen bei fallenden Preisen“. So erzielten die verkauften Volumina nur ein Befriedigend, die Preise eine Vier bis Fünf.

Immer wieder Obstgehölze nennt der Landesverband Sachsen als besonders nachgefragt, enttäuschend dagegen der Rosenabsatz, der von Ziergehölzen und Koniferen nur mäßig. Als Gesamtnote vergibt der Landesverband bei der abgesetzten Menge eine Drei, dem Preis ein auffälliges „Gut“.

Herbstgeschäft in den Baumschulen: „viele negative Faktoren“

Befragt nach den Besonderheiten im abgelaufenen Herbst, gibt Schleswig-Holstein „viele negative Faktoren“ an, die zu verhaltenem Absatz führten. Lediglich das Online-Geschäft habe etwas zulegen können. Das Preisniveau insgesamt sei gesunken, besonders auffallend im Standardsortiment. Auch in Weser-Ems schauen die Baumschulen kritisch auf das Preisniveau im vergangenen Herbst: Ihr Urteil lautet „konstant unbefriedigend“.

Weitere Ergebnisse aus der TASPO-Umfrage zur Herbstsaison 2015 in den Baumschulen lesen Sie in den TASPO Ausgaben 1/2016 und 2/2016.