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Baumschuler kritisieren im Gespräch mit Bundesumweltminister Altmaier steigende Boden- und Energiepreise

Axel Huckfeldt, Vorsitzender des Landesverbandes der Baumschulen in Schleswig-Holstein, konnte am 25. Januar 2013 Peter Altmaier, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, im Kreis Pinneberg begrüßen. Huckfeldt betonte die Bedeutung des „Pinneberger Baumschullandes“ als eines der größten Baumschulgebiete Europas. Im Gespräch mit Altmaier verwies er auf die gesamte Gartenbaubranche, die durch den zwingend erforderlichen Energieeinsatz besonders an den im Rahmen der Energiewende weiter steigenden Energiepreisen leide.

In Schleswig Holstein sind in 400 Betrieben rund 4.000 Menschen beschäftigt (incl. Saisonarbeitskräfte und Auszubildende). Mit mehreren hundert Millionen Gehölzen jährlich werden Wälder, die freie Landschaft sowie kommunale Siedlungs- und Verkehrs sowie Wohn- und Gewerbeobjekte begrünt und so lebenswert gestaltet.

Bundesminister Peter Altmaier wurde in Pinneberg von Axel Huckfeldt (re.) und Mark Schneekloth (li.), BdB-Landesverband Schleswig-Holstein, über die aktuellen Sorgen der Baumschuler informiert. Foto: (BdB SH, Dr. Schoppa)

Huckfeldt bat Bundesminister Altmaier, die Auswirkungen für Baumschulwirtschaft und Gartenbau im Blick zu behalten und mit geeigneten Instrumenten die Leistungsfähigkeit der Branche zu stärken.

Große Sorge bereitet den Baumschulern die im Rahmen der Förderung nachwachsender Rohstoffe (vor allem Maisanbau) sowie der Energiewende steigenden Preise beim Kauf und Pacht von Kulturland. Die Effekte sind dabei am Rande der Metropole Hamburg besonders deutlich zu spüren. Die massive Verknappung landwirtschaftlicher/gartenbaulicher Flächen erschwert zunehmend das Wachstum der Betriebe sowie den kulturtechnisch erforderlichen Tausch von Kulturflächen. Aktuelle Vorhaben der Landesregierung in Schleswig-Holstein, den Knickschutz durch zusätzliche Schutzstreifen ohne Bewirtschaftung zu verstärken, sowie das von der EU-Kommission geplante Greening verschärfen die Situation zusätzlich.