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Bayer kauft Monsanto für Rekordsumme

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Noch nie hat ein deutsches Unternehmen einen solchen Kauf getätigt: Der Chemieriese Bayer erwarb heute den amerikanischen Saatgutgiganten Monsanto für beinahe 59 Milliarden Euro.

Bayer verleibt sich Monsanto ein. Werner Baumann (l.), Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG, und Hugh Grant, Chairman und Chief Executive Officer von Monsanto, besiegeln per Handschlag die bindende Fusionsvereinbarung. Foto: Bayer

Bayer zahlt 128 Dollar pro Monsanto-Aktie

Wie die Süddeutsche berichtet, soll der Kauf heute Nachmittag offiziell bestätigt werden. Die Zustimmung der Aufsichtsbehörde stehe noch aus. Bayer legt 128 Dollar pro Monsanto-Aktie und somit 58,8 Milliarden Euro auf den Tisch.

Durch den Kauf steigt das Leverkusener Unternehmen zum weltweit größten Anbieter für Agrarchemie auf. Bayer steht seit Monaten in Verhandlungen mit Monsanto. Kritiker befürchten, dass sich der deutsche Chemie-Konzern an der riesigen Kaufsumme übernehmen wird.

EU-Kommission will Kauf von Monsanto prüfen

Laut Süddeutscher Zeitung wolle die EU-Kommission den Deal genau unter die Lupe nehmen. Monsanto erwirtschaftet rund 50 Prozent seines Gesamtumsatzes mit Pflanzenschutzmitteln wie Roundup, die auf den Wirkstoff Glyphosat bauen.

Für Bayer ein lukratives Geschäftsfeld, wird doch die Nachfrage an Pflanzenschutzmitteln in den kommenden Jahren weiter ansteigen. Experten gehen davon aus, dass der Markt für Pflanzenschutz und Saatgut in den kommenden neun Jahren von 85 auf 120 Milliarden Euro Umsatzvolumen anwächst.