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Bayern: Asiatischer Laubholzbockkäfer ausgerottet

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Erstmals ist es jetzt in Bayern gelungen, den Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB) auszurotten. Entsprechend wurde in Neukirchen am Inn (Landkreis Passau) zum Jahresende 2015 der Quarantänestatus aufgehoben.

Im bayerischen Neukirchen gilt der Asiatische Laubholzbockkäfer offiziell als ausgerottet. Foto: LfL Bayern

Keine Anzeichen für Befall durch Asiatischen Laubholzbockkäfer

Wie die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) dazu mitteilt, konnten seit dem letzten ALB-Fund im Sommer 2011 bei sämtlichen Kontroll- und Monitoring-Maßnahmen keine weiteren Anzeichen für einen Befall mit dem Asiatischen Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis) gefunden werden. Damit gilt der gefürchtete Quarantäneschädling in Neukirchen am Inn offiziell als ausgerottet.

Erste Anzeichen für einen ALB-Befall waren dort im Mai 2004 entdeckt worden: Einem Anwohner waren demnach an einem Ahornbaum Schadstellen an der Baumrinde sowie ein kreisrundes Ausbohrloch aufgefallen. Durch die anschließende DNA-Analyse im Institut für Forstschutz in Wien hatte sich der Befallsverdacht in Neukirchen am Inn zweifelsfrei bestätigt.

Asiatischer Laubholzbockkäfer: erste Bekämpfungsmaßnahmen

Gemäß den Vorgaben des Bundes und der EU wurden als erste Bekämpfungsmaßnahmen in einer sogenannten Allgemeinverfügung eine Quarantänezone festgelegt und die zu ergreifenden Maßnahmen – wie regelmäßiges, intensives Monitoring – festgelegt. Ebenfalls durchgeführt wurden Fällungen von sogenannten befallsverdächtigen Laubgehölzen, die der ALB bevorzugt als Wirtspflanze befällt.

Nach Angaben der LfL wurden im Zeitraum von 2004 bis 2011 im Befallsgebiet rund 80 Einzelgehölze plus flächiger Aufwuchs nicht kontrollierbarer Gehölze gefällt und durch das anschließende Häckseln und Verbrennen die im Gehölz enthaltenen Entwicklungsstadien des Käfers – Eier, Larven, Puppen sowie schlupfreife Käfer – sicher vernichtet.