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Bayern: Gärtnereien und Co. können inzidenzunabhängig öffnen

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Wenige Tage nach Inkrafttreten der Bundes-Notbremse, passt sich Bayern in vielen Punkten an die einheitlichen Regelungen an. So gelten etwa Gartencenter, Gärtnereien und Blumenfachgeschäfte seit dem 28. April wieder als Einzelhandelsgeschäfte des täglichen Bedarfs und dürfen somit unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz öffnen.

In Bayerns Gärtnereien, Gartencentern und Blumengeschäften war zwischenzeitlich nur stark eingeschränkt möglich. Foto: saelynriel/Pixabay

Öffnung der Außenbereiche von botanischen Gärten unter strengen Auflagen

In der Kabinettssitzung am 27. April hatte sich die Bayerische Staatsregierung um Ministerpräsident Markus Söder auf mehrere Änderungen in der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Freistaates verständigt. Unter anderem dürfen etwa die Außenbereiche von zoologischen und botanischen Gärten jetzt auch bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 öffnen, allerdings besteht FFP2-Maskenpflicht und alle Besucher ab dem Alter von sechs Jahren müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen und einen höchstens 24 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen. Bei einer Inzidenz unter 100 ist dagegen kein Test nötig.

Erleichterungen unter anderem für gärtnerischen Einzelhandel beschlossen

Erleichterungen wurden auch für bestimmte Einzelhandelsgeschäfte beschlossen. Laut den am 28. April in Kraft getretenen Änderungen der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung dürfen beispielsweise „Ladengeschäfte der körperfernen Dienstleistungsbetriebe und der Handwerksbetriebe inzidenzunabhängig – also oberhalb wie unterhalb einer Sieben-Tage-Inzidenz 100 – unter den für Ladengeschäfte geltenden allgemeinen Maßgaben öffnen“, wie die Bayerische Staatsregierung mitteilt. Gleiches gilt auch für Buchhandlungen und den gärtnerischen Einzelhandel, sprich Gärtnereien, Blumenfachgeschäfte oder Gartencenter, die jetzt wieder zu den Läden des täglichen Bedarfs zählen. Zwischenzeitlich war in Bayern das Einkaufen im gärtnerischen Einzelhandel nur noch eingeschränkt möglich – bei einem Inzidenzwert zwischen 50 und 100 waren nur noch Abholung oder Verkauf nach Vorbestellung erlaubt, zwischen 100 und 200 mussten sämtliche Kunden zudem einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen.

Grüne Branche hatte sich für inzidenzunabhängige Öffnung eingesetzt

„Die Vorgaben Terminierung plus negativer Corona-Test haben zu starken Umsatzverlusten bei den bayerischen Floristen geführt“, schildert Roland Maierhofer, Geschäftsführer des Fachverbands Deutscher Floristen (FDF), Landesverband Bayern, die Auswirkungen der strikten Vorgaben aus Sicht der Blumenfachgeschäfte. Im Vorfeld der Kabinettssitzung gab es deshalb in Bayern verschiedene Initiativen innerhalb der Grünen Branche, die sich für eine einheitliche Öffnung des gärtnerischen Einzelhandels eingesetzt hatten. So hatte sich etwa Michael Kutter, Vorsitzender des Landesverbands Bayern im Bund deutscher Baumschulen (BdB), in einem offenen Brief an Ministerpräsident Söder, das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege und das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gewandt und um eine um eine umgehende Änderung der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gebeten. Eine offene Petition kämpfte ebenfalls gegen die inzidenzabhängige Zwangsschließung von Gärtnereien, Gartenfachmärkten und Blumengeschäften in Bayern. ► Mehr zu den beiden Initiativen lesen Sie in der TASPO 17/2021.

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