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Bayern: Ökolandbau wächst

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In Bayern befindet sich der Ökolandbau weiterhin auf starkem Wachstumskurs, das gab Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber im Vorfeld zur Online-Messe BioFach bekannt.

Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ist bei der virtuellen BioFach mit von der Partie. Foto: Judith Schmidhuber/ StMELF

Nachfrage nach Bio-Produkten deutlich gestiegen

Die alljährliche Leitmesse der Öko-Branche BioFach, die unter normalen Umständen in Nürnberg stattfindet, wird in diesem Jahr vom 17. Bis 19. Februar virtuell stattfinden. Im Vorfeld gab das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) bekannt, dass sich der Ökolandbau im Freistaat weiterhin auf einem starken Wachstumskurs befinde. Demnach verzeichnete man in Bayern im vergangenen Jahr über 400 Öko-Betriebe mit einer Fläche von rund 15.000 Hektar, die neu in den Öko-Landbau eingestiegen seien. Insgesamt werde in Bayern eine Fläche von über 380.000 Hektar von rund 11.000 Betrieben nach Öko-Richtlinien bewirtschaftet. Damit beträgt die Öko-Fläche in Bayern auf zwölf Prozent. „Die Corona-Pandemie hat vielen nochmal gezeigt, wie wichtig gesunde Lebensmittel und verlässliche Versorgung sind. Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln während des ersten Lockdowns im Frühjahr hat bei den umstellungswilligen Betrieben für einen kräftigen und erfreulichen Impuls gesorgt“, so Kaniber. Des Weiteren müsse ein Ziel nun lauten, den Nachfrage-Boom zu verstetigen und in eine dauerhafte Wertschätzung für qualitativ hochwertige Lebensmittel in der Gesellschaft zu verankern.

Landesprogramm BioRegio 2030 „wichtiger Impulsgeber“

Neben der gestiegenen Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln führt das StMELF das Wachstum des Öko-Landbaus auch noch auf das Landesprogramm BioRegio 2030 zurück und nennt dieses einen „wichtigen Impulsgeber“. Hintergrund ist es darin, die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Bayern bis 2030 auf insgesamt 30 Prozent auszubauen. Das Programm verfolge demnach einen ganzheitlichen Ansatz und verbessert die Rahmenbedingungen in den Bereichen Bildung, Beratung, Förderung, Vermarktung und Forschung. Der Absatz heimischer Öko-Produkte solle auch durch gezielte Aktionen gestärkt werden. „Wir müssen den Öko-Landbau mit Blick auf den Markt weiterentwickeln, um Verwerfungen zu vermeiden. Die Verbraucher wünschen sich mehr Bio – wenn sich das noch stärker beim Griff ins Lebensmittelregal zeigt, kommen wir einen wichtigen Schritt weiter“, erklärt Ministerin Kaniber dazu.

StMELF präsentiert sich bei BioFach

Die Entwicklung zeigt sich auch bei der Ende Februar anstehenden BioFach, bei der über 1.200 Aussteller*innen ihre Sortimente und Neuheiten auf individuellen Firmenprofilen präsentieren. Als größtes deutsches Öko-Land vernetzen sich die bayerischen Betriebe hier traditionell mit potentiellen internationalen Handelspartnern und auch das StMELF ist mit an Bord und stellt Videos, Fachinformationen und virtuelle Vortragsveranstaltungen vor. Ministerin Kaniber wird sich dort in einer eigenen Video-Botschaft an das Fachpublikum wenden.

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