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Bayern startet Millionen-Programm zur Aufforstung

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Wie das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) mitteilte, stellt das Ministerium insgesamt 80 Millionen Euro zur Verfügung, um die bayerischen Wälder aufzuforsten.

 

Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten stellt Fördermittel in Höhe von 80 Millionen Euro bereit. Foto: StMELF

Förderprogramm für klimafeste, artenreiche Wälder

Staatsministerin Michaela Kaniber hat angekündigt, mit einem millionenschweren Förderprogramm den Aufbau klimafester und artenreicher Wälder in Bayer vorantreiben zu wollen. Für Waldbesitzer und Kommunen, die zukunftsfähige Mischwälder pflanzen, pflegen und erhalten hat die Ministerin die Zuschüsse fast verdoppelt. Laut Mitteilung übernehme Bayern damit in Zukunft bis zu 90 Prozent der entstehenden Kosten. „Unsere Wälder leiden sehr unter dem Klimawandel. Wir müssen sie stärken und für die Zukunft rüsten, damit wir sie für unsere Kinder und Enkel erhalten können“, erklärte die Ministerin. Weil klimafeste Zukunftswälder allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen, lasse der Freistaat die Waldbesitzer bei dieser Riesenaufgabe nicht allein.

Insgesamt 80 Millionen Euro Fördermittel

Die Mittel, die für die Aufforstung zur Verfügung gestellt werden, betrage laut StMELF bis zu 80 Millionen Euro. Davon stammen rund 30 Millionen Euro aus Bundesmitteln. Kaniber erwarte davon kräftigen Rückenwind für den Umbau labiler Nadelwälder und eine rasche Wiederbewaldung. In Bayern haben die Wälder durch Stürme, Dürre oder Schädlinge besonders gelitten und es seien große Kahlflächen entstanden. Der Ministerin zufolge sei der Wald nicht nur Betroffener des Klimawandels, sondern auch wichtiger Teil der Lösung und als Klimaspeicher von großem Wert. „Wenn Bäume wachsen, entziehen sie der Atmosphäre Kohlendioxid und speichern es als Kohlenstoff im Holz – allein in Bayern rund 27 Millionen Tonnen pro Jahr“, so Kaniber. Von sterbenden Bäumen werde das Klimagas allerdings wieder freigesetzt, daher müssen die Wälder auf Dauer intakt, stabil und vital gehalten werden.

Arbeitsgruppe hat Leitlinien erstellt

Um dem Klimawandel entschieden zu begegnen, brauche es Baumarten, die klimastabil sind. Zudem sei es nötig, nicht nur auf eine Baumart, sondern künftig auf drei oder mehr unterschiedliche Baumarten zu setzen. So können klimabedingte Risiken besser gestreut werden. Um die Auswahl an Bäumen zu erleichtern, hat Kaniber eine Arbeitsgruppe von Wissenschaftlern und Praktikern ins Leben gerufen, die Leitlinien für die Praxis erarbeitet haben. Auf Grundlage dieser werden Chancen und Risiken für bereits etablierte sowie alternative Baumarten aufgezeigt und sie solle die Auswahl geeigneter Baumarten für stabile Zukunftswälder erleichtern. Zudem sollen die Leitlinien stetig weiterentwickelt werden.

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