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BdB-Landesverband Bayern: Privatkundschaft sorgte für gute Bilanz

Von Vorsicht geprägt ist der Ausblick auf das Jahr 2010 für die Baumschulen in Bayern. Wegen der Probleme der Privat- und Landesbanken erhielten in der Folge Großinvestoren keine ausreichenden Kredite. Projekte mussten gestoppt werden, Zahlungen kämen in Verzug, erklärte Ludwig Wörlein, Vorsitzender des Landesverbandes Bayern im Bund deutscher Baumschulen (BdB), in seinem Geschäftsbericht zur Wintertagung des Landesverbandes am 16. Dezember die Hintergründe.

Obwohl viele Baumschulen 2009 noch gute Geschäfte gemacht haben, gebe es in der Branche wachsende Unzufriedenheit und eine beunruhigende Verschlechterung der Liquidität. Und 2010 sei eine weitere Verschärfung der Situation zu erwarten, so Wörlein, bei der wieder alle auf den Staat hoffen, dass er das größte Unheil abwendet. Insbesondere wäre es wünschenswert, wenn die extrem niedrigere Zahl an öffentlichen Ausschreibungen seit der Bundestagswahl wieder steigen könnte.

Positive Ausblicke auf 2010 kämen neuerdings dagegen aus der Bauindustrie. Die Auftragsrückgänge im Jahr 2009 hätten sich in einem vergleichsweise kleinen Rahmen gehalten. Im Landschaftsbau waren dem Bericht zufolge zwar viele Unternehmen zum Jahreswechsel stark ausgelastet, jedoch nicht mit Pflanzen. Allerdings hätten etliche GaLaBau-Betriebe signalisiert, dass sie ihre Pflanzungen auf das Frühjahr verschoben haben.

Obwohl auch im zweiten Halbjahr weniger öffentliche Pflanzaufträge in Bayern zu verzeichnen waren, stünden die Baumschulen dank privater Kunden als Gartenbaubranche im Süden wirtschaftlich gut da.