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BdB-Umfrage Frühjahrssaison

Gute Noten für den Einzelhandel: In der aktuellen TASPO-Umfrage zum Verlauf des Frühjahrsgeschäftes 2011 unter den Landesverbänden des Bundes deutscher Baumschulen (BdB, siehe TASPO 25/11) fragten wir auch nach der Bewertung der verschiedenen Absatzschienen (Einzelhandel, GaLaBau, Kommunen). Beteiligt haben sich an der Umfrage die BdB-Landesverbände Hamburg, Schleswig-Holstein, Weser-Ems, Westfalen-Lippe, Hessen, Sachsen, Baden, Hannover und Württemberg.

der Vertriebskanäle (nach Schulnoten von Eins bis Sechs) schneidet der Einzelhandel nach wie vor positiv ab: Die Befragten vergaben hier vorwiegend die Noten „Zwei“ (Hannover, Sachsen und Schleswig-Holstein) und „Drei“ (Hamburg, Hessen, Westfalen-Lippe). Aus Baden gab es sogar die Bewertung „sehr gut“ und aus Sachsen die Einschätzung „gut bis sehr gut“. Weser-Ems erwähnte einen „stabilen, guten Absatz“ an den Einzelhandel. Der Landesverband Württemberg, der eine umfangreiche Umfrage unter seinen Mitgliedern durchführte, ermittelte als Durchschnittsnote für den Umsatz eine „2,1“ mit wenig Streuung, während die Mitglieder für die Preise meist eine „Zwei“ oder „Drei“ nannten.


GaLaBau

Tendenziell stabil, doch regional sehr unterschiedlich von „gut“ (Hamburg, Baden, Schleswig-Holstein) oder „gleichbleibend gut“(Weser-Ems) über „Zwei bis Drei“ (Hannover: in Einzelfällen auch vier), „befriedigend“ (Hessen) oder „Zwei minus bis Vier minus“ (Westfalen-Lippe: eher gut an GaLaBau-Betriebe mit Privatkundschaft) bis „Vier“ (Sachsen) reichten die Einschätzungen zum Absatz an den GaLaBau. Der Landesverband Württemberg meldet einen mengenmäßig stabilen Absatz bei weiter fallenden Preisen.


Kommunen/Ausschreibungen

Wirklich schlechte Noten gab es für den Absatzbereich Kommunen und Ausschreibungen. Die Landesverbän-de Sachsen, Westfalen-Lippe und Hessen werteten hier mit „Vier“. Bessere Noten gab es aus Hannover („überwiegend Zwei bis Drei“), Hamburg und Baden („befriedigend“). Von einem „deutlichen Defizit gegenüber den Vorjahren“ berichtet der Landesverband Württemberg, während der Landesverband Schleswig-Holstein die Absatzsituation im Geschäftsbereich als „nicht auskömmlich“ bezeichnet. Der Landesverband Weser-Ems beschreibt die Geschäftslage in diesem Bereich als „stabil auf niedrigem Niveau“.


Online-Handel/Großhandel

Dem noch relativ jungen Vertriebsweg des Online-Handels bescheinigt die Mehrzahl der Befragten eine noch geringe Bedeutung, aber positive Tendenzen und weitere Wachstumschancen. Weser-Ems verweist aber schon auf zunehmende Konkurrenz im Online-Geschäft. Der Landesverband Württemberg befragte seine Mitglieder auch zum Absatz im Großhandel und über die Börse. Der Großhandel bekam dabei die Durchschnittsnote „Zwei“ beim Umsatz, wobei einzelne Mitglieder sogar eine „Eins“, andere aber auch eine „Vier“ vergaben. Deutlich schlechter wurde hier der Preis bewertet (Note 3,9 im Durchschnitt, es gab einzelne „Fünfen“ und „Sechsen“). Beim Absatz über die Börse, die zum Jahreswechsel in Kirchheim/Teck einen dauerhaften neuen Platz gefunden hat, wurde der Umsatz mit durchschnittlich 2,1 (meist „Zwei“, mehrfach „Eins“) beurteilt und der Preis mit 3,7 (meist „Drei“ oder „Vier“ mit wenigen Ausnahmen).

Insgesamt blickt die Branche verhalten optimistisch (Schleswig-Holstein) bis optimistisch auf das anstehende Sommer- und Herbstgeschäft und hofft, dass das Wetter mitspielt. Weser-Ems ist sogar optimistisch, dass sich die notwendigen Preissteigerungen bei verschiedenen Artikeln umsetzen lassen.

(ks/hlw)