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BdB-Wintertagung 2019: Xylella wird Topthema in Goslar

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Vom 7. bis 10. Januar trifft sich der Bund deutscher Baumschulen (BdB) zu seiner Wintertagung in Goslar. Eines der Topthemen auf der Veranstaltung wird der Schaderreger Xylella fastidiosa sein sowie die Forderung nach einer Entschädigung speziell für Baumschulen.

„Wir versuchen, die drohenden Schäden durch Quarantäne-Schaderreger ein wenig abzufangen“, sagt BdB-Präsident Helmut Selders. Foto: Christian Malsch/BdB

„Da wird noch eine Menge auf uns zukommen!“

„Da wird noch eine Menge auf uns zukommen!“: Mit diesen Worten thematisierte BdB-Präsident Helmut Selders in seiner Begrüßungsansprache auf der Wintertagung des BdB-Landesverbands Weser-Ems am 6. Dezember in Bad Zwischenahn unter anderem die drohenden Probleme im Zusammenhang mit dem Schaderreger Xylella fastidiosa.

Selders erinnerte an die jüngsten Befallsfunde in Belgien und den Niederlanden, die für Schlagzeilen und Diskussionen gesorgt hatten. Der BdB-Präsident berichtete, dass der Verband die gute, sich bietende Gelegenheit ergriffen habe, mit dem Deutschlandfunk einen Beitrag zu erarbeiten, der sich an Verbraucher gewendet hatte.

Darin wurden Urlauber aufgrund der Xylella-Gefahr davor gewarnt, bedenkenlos Olivenbäumchen aus Spanien oder Italien als Souvenir mit nach Hause zu nehmen. Der Beitrag sei bis heute vielfach gesendet worden.

BdB fordert Entschädigung für Baumschulen

In diesem Zusammenhang kündigte Selders an, dass sich die BdB-Wintertagung Anfang Januar in Goslar intensiv unter anderem mit dem Thema Xylella beschäftigen werde, einhergehend mit der Forderung nach Entschädigung speziell für Baumschulen.

„Wir versuchen, die drohenden Schäden durch Quarantäne-Schaderreger ein wenig abzufangen. Denn in den allermeisten Fällen sind nicht wir diejenigen, die die Erreger einschleppen. Sie kommen über Paletten-Holz, von Discounter-Waren aus China oder anderswo“, so der BdB-Präsident.

Kein anderes Gewerk so hart von Xylella-Schäden betroffen

Die klare Forderung des BdB an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sei hier eine Lösung speziell für Baumschulen. Denn es gebe kein Gewerk, argumentierte Selders, das von Xylella-Schäden so hart betroffen sei wie die Baumschulen.

„Wenn ein Landwirt, der Mais anbaut, von Quarantäneschädigern betroffen ist, dann wird das Maisfeld entfernt – Ende, aus. Wenn das bei uns passiert, dann sind die Kulturen über viele Jahre kaputt. Deshalb ist es ein rein baumschulspezifisches Problem, deswegen fordern wir auch die Beschränkung auf unsere Branche!“

Eine Versicherungslösung, wie sie in kleinen Teilen heute schon angeboten wird, biete seiner Überzeugung nach keine ausreichende Sicherheit.

Topthema auf der Wintertagung des BdB-Landesverbands Weser-Ems war das Wetter- und Wirtschaftsjahr 2018 aus Sicht der norddeutschen Baumschulen. Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen TASPO 50/2018.