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BdF begrüßt Initiative "Sozialbestattung 2008"

Der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) begrüßt ausdrücklich die Initiative "Sozialbestattung 2008" der Verbraucherorganisation Aeternitas, in der für die steigende Zahl an Sozialbestattungen bundeseinheitliche Standards gefordert werden. Wie Lüder Nobbmann (Hüttenberg) dazu im Pressedienst des Zentralverbandes Gartenbau ausführt, wird zwar im Sozialgesetzbuch geregelt, "dass die notwendigen Kosten von den Sozialhilfeträgern übernommen werden müssen, doch legen die Ämter sehr unterschiedliche Maßstäbe an". Die Menschenwürde sei ein hohes Gut einer demokratischen und solidarischen Gesellschaft. "Dies verlangt", so der BdF-Vorsitzende, "eine würdevolle Bestattung freier Wahl". Es gehe nicht an, "dass Sozialämter eine Verbrennung und eine namenlose Beisetzung anordnen".

Der Bund deutscher Friedhofsgärtner schließt sich deshalb der Forderung von Aeternitas an, auch bei einer Sozialbestattung die freie Wahl zwischen Erd- und Feuerbestattung zu gewährleisten. Darüber hinaus gehöre zum würdevollen Umgang mit den Verstorbenen, dass die Sozialhilfeträger auch die notwendigen Leistungen eines Bestatters sowie die Feierlichkeit im einfachen Rahmen übernehmen. Die Erstanlage des Grabes, ein einfaches Grabmal sowie eine einfache Grabpflege, seien dabei ebenso zu berücksichtigen.

Ferner könnten die Kommunen durch eine zurückhaltende Gebührenpolitik die Weichen dafür stellen, dass "das Sterben in Deutschland bezahlbar bleibt", so Nobbmann. Häufig würden wichtige Funktionen von Friedhöfen, wie ihre soziale, ökologische und kulturell historische Aufgabe, nicht oder nicht ausreichend bei der Gebührenkalkulation berücksichtigt. Parkanlagen würden vollständig aus dem Stadthaushalt finanziert, Friedhöfe dagegen zu einem großen Prozentsatz von den Nutzungsberechtigten. Eine neue Gebührenpolitik könnte großen Anteil daran haben, die Aufwendungen der Sozialhilfeträger in diesem Bereich zu reduzieren.

Der BdF ist sich darüber im Klaren, dass sich einfache Bestattungen in Deutschland regional deutlich unterscheiden können. Die Bestrebungen einiger Bundesländer, die Sozialbestattung zu vereinheitlichen, verlangten deshalb Augenmaß und sollten Mindeststandards in Form von Leistungen beschreiben.