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Begrenzter Frostschaden im Stommelner Olivenhain

Am Anfang war der Schrecken groß. "Wir dachten, alles sei verloren", erzählt Michael Becker in einem Bericht der online-Ausgabe der Kölnischen Rundschau vom 20. April, "nach dem harten Winter befürchteten wir, die Olivenbäume seien alle kaputt". Doch der Schaden, der an ihrem bis zu sechs Jahre alten Olivenhain in Stommeln entstanden war, hielt sich in Grenzen, heißt es weiter, Stämme und Wurzeln hatten den Frost überlebt. Unter der Rinde kam noch grünliches Holz zum Vorschein, ein sicherer Beweis, dass Leben in den Bäumen ist. Und in diesen Tagen ließen sich auch die ersten neuen Triebe an den Bäumen erkennen. Allerdings hätten die erfrorenen Äste der angeschlagenen Bäume teilweise brutal gekappt werden müssen. In Stommeln wurden zwar extra widerstandsfähige Arten aus der Toskana, wo die Temperaturen auf minus acht Grad sinken können, angepflanzt. Doch minus 20 Grad war auch für sie offenbar zu heftig.

Weil die Becker-Brüder geborene Optimisten sind, haben sie dem Bericht zufolge 150 junge Bäume dazu gepflanzt. Damit habe sich ihr Olivenhain mehr als verdoppelt und umfasst nun 260 Bäume. Die älteren Bäume hätten bereits große Wurzeln entwickelt. Das habe sie gerettet. Olivenbäume in Kübeln wären erfroren. Das nächste große Ziel sei es, Öl aus den eigenen Oliven zu gewinnen, erklärt Michael Becker, einer der beiden Brüder. "Im vergangenen Jahr haben wir bereits 30 Kilo geerntet. Das hatte uns überrascht, weil gute Ernten meist erst nach etwa zehn Jahren erfolgen. Offenbar ist die Lage hier sehr gut."