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Bei Aushilfen: Die 400-Euro-Falle

Für die Berechnung des Aushilfsgehaltes sind zurechenbare tarifliche Leistungen wie fünf Wochen bezahlter Urlaub, zusätzliches anteiliges Urlaubsgeld, an andere festbeschäftigte Arbeitnehmer gezahltes Weihnachtsgeld zu berücksichtigen. Der Landesverband Gartenbau Niedersachsen weist in seinem Mitteilungsblatt darauf hin, dass es durch das Teilzeitgesetz jeder Aushilfe möglich ist, gleiche Leistungen wie festbeschäftigte Arbeitnehmer einzuklagen. Hierdurch könne es zu einer Überschreitung der 400-Euro-Grenze kommen, so dass dieser Arbeitnehmer in der Gleitzone sozialversicherungspflichtig wird. Der Sozialversicherungsträger werde bei Überprüfungen dieser Arbeitsverhältnisse, durch den Wegfall der 15 Stunden Grenze, besonderes Augenmerk auf die gezahlten Stundenlöhne in Verbindung mit geleisteten Arbeitsstunden legen. Ist ein Tarifvertrag vereinbart, müsse der geleisteten Arbeit ein angemessener Stundenlohn oder Lohngruppe zu Grunde gelegt werden. Stehen geleistete Stunden und gezahlter Lohn in krassem Missverhältnis, könne unter Umständen ein Betrugsversuch unterstellt werden. Das Arbeitsverhältnis werde entsprechend sozialversicherungspflichtig. Schriftliche Arbeitsverträge mit diesen Mitarbeitern seien im Interesse des Arbeitgebers zwingend zu schließen.