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Belgien meldet Xylella-Fund

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Das Feuerbakterium Xylella fastidiosa ist zum ersten Mal auch in Belgien aufgetaucht, wie die dortigen Behörden melden. Sie sprechen allerdings nur von einem Fund des Bakteriums und nicht von einem Ausbruch der Pflanzenkrankheit.

Das Feuerbakterium Xylella fastidiosa befällt unter anderem Oliven. Foto: EPPO

Routineüberprüfung fördert Xylella-Fund zutage

Bereits Ende September hatte die routinemäßige Überprüfung dreier Olivenbäume, Importe aus Spanien, den Fund der Pflanzenkrankheit bestätigt. Die Untersuchung war in einem Handelsbetrieb in Westflandern durch die Staatliche Agentur für die Sicherheit der Lebensmittelkette (FASNK) durchgeführt worden.
Wie der belgische Zierpflanzenverband (AVBS) meldet, sind die infizierten Pflanzen inzwischen von den Behörden vernichtet worden. Krankheitsvektoren konnten an umliegenden Pflanzen keine festgestellt werden. Deshalb heißt es auch von offizieller Seite, dass zwar Pflanzenmaterial gefunden wurde, das durch das Feuwerbakterium geschädigt worden war, aber nicht von einem Ausbruch der Krankheit gesprochen werden könne.

Feuerbakterium: Anzahl der Wirtspflanzen hat sich erhöht

Rund drei Jahre nach dem ersten Fund in Italien beschäftigt das Thema Behörden, Erzeuger, Händler, Verbände und Medien immer noch. Inzwischen hat sich die Anzahl möglicher Wirtspflanzen, wie sie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) dokumentiert, von 350 auf 563 erhöht, wie die britische Fachzeitung Hortweek berichtet.

In Deutschland ist Xylella fastidiosa 2016 zum ersten Mal aufgetaucht. Als unmittelbare Folge musste eine kleine Gärtnerei im sächsischen Pausa ihre gesamte Produktion für das Jahr 2017 vernichten. Auch wenn die dort zuständigen Behörden inzwischen Entwarnung geben konnten und die Region offiziell als „Xylella-frei“ erklärt haben, sind die Sorgen der deutschen Gärtner nicht ganz gebannt. Für viele stellt der Ausfall eines ganzen Produktionszyklus den Ruin dar.  

Versicherungsschutz gegen Xylella fastidiosa

Inzwischen bietet die Gartenbau-Versicherung für Produktions- und Endverkaufsbetriebe einen Schutz gegen das Feuerbakterium und andere Quarantäneschädlinge an. Nach Informationen der Gartenbau-Versicherung beläuft sich der Jahresbeitrag für den erweiterten Versicherungsschutz gegen Xylella, ALB und CLB auf 70 bis 150 Euro pro 100.000 Euro Versicherungssumme zuzüglich der gesetzlichen Versicherungssteuer bewegen – Rabatte für Schadenfreiheit oder Mehrjährigkeit noch nicht eingeschlossen.