Alle News

Bergisch Gladbach: Kein Stop für private Urnenbeisetzungen

In den "Gärten der Bestattung" des ersten deutschen Privatfriedhofes in Bergisch Gladbach (siehe TASPO 20/06) dürfen nach Angabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 15. September 2006 auch künftig Urnen beigesetzt werden (Verwaltungsgericht Köln, AZ 9 L 1172/06).

Der Betrieb des Bestatters Fritz Roth war seit 2005 aufgrund eines Vertrages mit der genannten Stadt und einer Genehmigung des Landrates des Rheinisch-Bergischen Kreises berechtigt, in dem als Friedhof betriebenen "Begräbniswald" auf biologischer Basis hergestellte Urnen beizusetzen. Nach 80 Bestattungen hatte der Bürgermeister mit einer Ordnungsverfügung weitere Bestattungen untersagt, da nach geltendem Bestattungsgesetz nur die Beisetzung von Totenasche, nicht aber die Beisetzung von Urnen durch Privatunternehmen zulässig sei. Das Verwaltungsgericht entschied dagegen, dass aus dem Bestattungsgesetz nicht eindeutig und zweifelsfrei entnommen werden könne, dass Privatunternehmen keine Urnenbestattungen vornehmen dürften. So sei die Lage zwar rechtlich nicht eindeutig, von einer Nichtigkeit des Vertrages mit der Stadt und der Genehmigung des Landrates könne aber keine Rede sein.