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Bergisch-Gladbach vorn: Erster Privatfriedhof

Als erster privater Friedhof Deutschlands wirbelt derzeit die Initiative des Bestattungsunternehmers Fritz Roth in Bergisch-Gladbach Staub auf. Anfang Mai soll die offizielle Eröffnung stattfinden. Die Begräbnisstätte soll eine Begegnungs- und Aktionsstätte für sinnliche Erfahrungen sein, ein Park der zu Roths Trauerakademie "Haus der menschlichen Begleitung" gehört. Inzwischen haben bereits 30 Urnenbestattungen in diesen Wäldern stattgefunden, berichtet der Geschäftsführer der rheinischen Friedhofsgärtner, Martin Walser. Nach dem neuen nordrhein-westfälischen Bestattungsgesetz seit September 2003 ist es möglich, Urnenbestattung auch außerhalb von Friedhöfen durchzuführen. Allerdings nur auf den dafür vorgesehenen Feldern. Entsprechend beantragte Roth einen Privatfriedhof, und die Stadt Bergisch-Gladbach stimmte zu. Der auch als "Enfant terrible" des Bestattungswesens bekannte Roth verkaufe Gefühle, habe ein gutes Auge und Gespür für Marketing. Seine unkonventionellen Aktionen könnten Anregungen auch für die Friedhofsgärtner geben, wie sich Kunden akquirieren lassen. Ungewöhnlich ausgestattete Trauerräume, die Aktion "Den letzten Koffer packen" oder Gesprächsrunden mit Künstlern und Psychologen sind einige Beispiele. Geplant hat Roth Meditationsplätze, Freilichtbühnen, spezielle Kräutergärten und ähnliches. Auf dem Gelände sind nur Urnenbeisetzungen möglich.