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Beruf Gärtner: Azubi-Zahlen leicht gestiegen

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Gärtner bleibt der beliebteste Ausbildungsberuf in der Agrarwirtschaft. Insgesamt 12.558 Azubis weist das Bundesamt für Statistik aktuell aus und damit zum ersten Mal seit zehn Jahren eine leichte Steigerung der Azubizahlen.

Der Beruf Gärtner ist nach wie vor beliebt: 5.022 neue Ausbildungsverträge wurden laut Statistik im vergangenen Jahr geschlossen. Foto: GMH

So viele Neueinstellungen wie seit 2012 nicht mehr

5.022 neue Ausbildungsverträge für den Gärtner-Beruf wurden laut Statistik im vergangenen Jahr geschlossen, 192 mehr als 2016 (plus 3,8 Prozent). Damit ist die Zahl der Neueinstellungen so hoch wie seit 2012 nicht mehr. Den größten Zuwachs erlebte mit einem Plus von 7,3 Prozent gegenüber 2016 der Garten- und Landschaftsbau, gefolgt vom Gemüsebau (plus 4,9 Prozent) und dem Obstbau (plus 3,8 Prozent).

Unverändert blieb die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Bereich Friedhofsgärtnerei – 2017 wie 2016 kamen jeweils 165 neue Azubis hinzu. Rückläufig entwickelten sich dagegen die Fachbereiche Zierpflanzenbau (minus zwei Prozent), Baumschule (minus 20,7 Prozent) und Staudengärtnerei (minus 23,1 Prozent).

Weniger vorzeitig gelöste Ausbildungsverträge

Was erfreulich ist: Bei den vorzeitig aufgelösten Ausbildungsverträgen von angehenden Gärtnern war im vergangenen Jahr ein leichter Rückgang gegenüber 2016 zu verzeichnen. Über alle Fachbereiche hinweg beendeten im vergangenen Jahr 1.602 Azubis ihre Ausbildung vorzeitig, während es 2016 noch 1.638 Abbrecher waren.

Ebenfalls aus der neuesten Datenauswertung des Bundesamts für Statistik zur beruflichen Bildung in Deutschland geht hervor, dass die Quote der bestandenen Abschlussprüfungen bei angehenden Gärtnern in fast allen Fachbereichen bei 90 Prozent und darüber liegt – im Bereich Staudengärtnerei sogar bei vollen 100 Prozent.

Rund die Hälfte der angehenden Gärtner hat Abitur

Eine etwas höhere Durchfallquote haben lediglich die Bereiche Garten- und Landschaftsbau beziehungsweise Friedhofsgärtnerei. Hier bestanden 81 beziehungsweise 80 Prozent der Auszubildenden ihre Abschlussprüfung.

Darüber hinaus verzeichnet die aktuelle Statistik eine hohe Quote an Abiturienten bei den Gärtner-Azubis im ersten Lehrjahr. Die Fachbereiche Gemüsebau und Staudengärtnerei weisen demnach jeweils knapp 50 Prozent Auszubildende mit Fachhochschulreife auf.

Gesamtzahl der bundesweiten Gärtner-Azubis 2017

Und so viele angehende Gärtner gab es im vergangenen Jahr laut Statistik insgesamt in den einzelnen Fachbereichen:

  • Garten- und Landschaftsbau – 9.147 Auszubildende
  • Zierpflanzenbau – 1.536 Auszubildende
  • Baumschule – 690 Auszubildende
  • Friedhofsgärtnerei – 402 Auszubildende
  • Gemüsebau – 393 Auszubildende
  • Staudengärtnerei – 198 Auszubildende
  • Obstbau – 189 Auszubildende

Nachwuchsförderung bleibt weiter wichtig

„Die stabile Entwicklung innerhalb der gärtnerischen Fachsparten ist erfreulich, dennoch bleibt es vor dem Hintergrund des anhaltenden Fachkräftemangels besonders wichtig, verstärkt den gärtnerischen Nachwuchs zu fördern“, kommentiert Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbands Gartenbau (ZVG), die aktuellen Ausbildungszahlen.

Entsprechend setze der ZVG mit seiner Nachwuchswerbekampagne „Gärtner. Der Zukunft gewachsen.“ auf verschiedenen Ebenen an, „um die Anerkennung und Wertschätzung der berufspraktischen Ausbildung zu erhöhen“, so Mertz.