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Berufswahl: Wie tickt die Jugend?

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Null Bock? Das ist für die überwältigende Mehrheit der jungen Menschen kein Thema. Im Gegenteil, die aktuelle Shell-Jugendstudie 2015 spiegelt das Bild einer pragmatischen Jugend, die zum Großteil (61 Prozent) optimistisch in ihre persönliche Zukunft blickt. Das spiegelt sich besonders im Berufswunsch wieder.

Der GaLaBau boomt: Jugendliche finden hier sichere Ausbildungs- und Arbeitsplätze mit vielen Möglichkeiten zur beruflichen Fortbildung. Foto: AuGala

Jugend will mitgestalten und sichere Arbeitsplätze

„Die junge Generation befindet sich im Aufbruch. Sie ist anspruchsvoll, will mitgestalten und neue Horizonte erschließen", sagt Professor Dr. Mathias Albert von der Universität Bielefeld, der die Shell-Jugendstudie geleitet hat. An erster Stelle steht jedoch, dass der Beruf einen sicheren Arbeitsplatz bietet. Daher ist es wichtig, sich nach Branchen umzusehen, die jetzt und in Zukunft eine feste Grundlage bieten. Auch Weiterbildungsmöglichkeiten, Aufstiegs- und Entwicklungschancen sollten bei der Berufswahl berücksichtigt werden.

GaLaBau sicheres Arbeitsumfeld

Die für Jugendliche wichtigen Kriterien gelten keineswegs nur für Jobs im Dienstleistungs- oder Industriebereich. Sie treffen genauso auf praktische Berufe zu, wie den Garten- und Landschaftsbau. Gerade dieser Zweig der grünen Branche bietet beste Zukunftsaussichten - seit Jahren wächst er stetig und erzielte 2014 einen neuen Rekordumsatz von rund 6,84 Milliarden Euro.

Der vielseitige landschaftsgärtnerische Beruf ist ein sehr gutes Beispiel für ein extrem breit aufgestelltes Aufgaben- und Tätigkeitsfeld. Gärtner und Gärtnerinnen der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, kurz Landschaftsgärtner, bauen und pflegen Grünanlagen, sie legen private Gärten, öffentliche Parks, Sport- und Spielplätze sowie Freizeitanlagen an und arbeiten im Rahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege.

Beratung und Unterstützung durch das Ausbildungsförderwerk

Das Besondere der boomenden Branche: Durch das Ausbildungsförderwerk Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (AuGaLa) werden die angehenden Landschaftsgärtner und die ausbildenden Betriebe von Beginn an materiell und finanziell unterstützt - das reicht von der Finanzierung der überbetrieblichen Ausbildung bis zu den Lehrmitteln.

„Wir empfehlen Schülerinnen und Schülern, frühzeitig nach Garten- und Landschaftsbaubetrieben vor Ort zu suchen, dort nachzufragen, ob diese ausbilden, welchen Schwerpunkt sie haben und ob es möglich ist, sich vorab für ein freiwilliges Praktikum zu bewerben", erklärt Thomas Wiemer, Referent des AuGaLa in Bad Honnef. „Es hilft bei der Entscheidung, wenn man bereits für ein bis zwei Wochen einen Beruf praktisch kennengelernt hat. Außerdem sind die gesammelten Erfahrungen und Kontakte bei einer anschließenden Ausbildungsplatzsuche sehr nützlich."

Weiterbildung nach der Ausbildung für beide Seiten wichtig

Für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer ist es ein Vorteil, wenn nach der abgeschlossenen Ausbildung Zusatzqualifikationen, Aufstiegsfortbildungen oder staatliche Abschlüsse möglich sind. Ausgebildete Landschaftsgärtner haben bereits nach ein bis drei Jahren Berufspraxis die Möglichkeit, sich zum Techniker, Meister oder Fachagrarwirt weiterzubilden. Alle drei Qualifikationen ermöglichen, mehr Verantwortung zu tragen - bis hin zur Betriebsleitung.

Wer sich besonders für die Umwelt einsetzen will, kann „Geprüfter Natur- und Landschaftspfleger" werden und Schutzgebiete betreuen. Darüber hinaus gehört die Pflege von Sportanlagen zu den Aufgabenbereichen von Landschaftsgärtnern. Hier können die gefragten Fachkräfte sich zum Beispiel als sogenannter Greenkeeper spezialisieren, als „Fachagrarwirt Golfplatz- bzw. Sportrasenpflege".

Von den Ausbildungsinhalten über die Praktikums-, Stellen- und Betriebssuche bis zur Vergütung und Weiterbildungsmöglichkeiten - die Webseite www.landschaftsgaertner.com bietet umfassende Informationen, direkten Kontakt und kostenlose Bestellmöglichkeiten zum zukunftssicheren Beruf der Experten für Garten- und Landschaft.