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Beschäftigungsagenturen gegen den Saisonkräfte-Schwund

Ein Thema bewegt alle Saisonfrucht- und -gemüseanbauer gleichermaßen: Saisonarbeitskräfte. Entsprechend bot die erste Interaspa eine "Beratermeile". Hier konnten sich Arbeitgeber informieren über alles rund um die Beschäftigung ausländischer und inländischer Saisonarbeitskräfte.

Ein neues Projekt will die Arbeitsagentur in diesem Jahr besonders forcieren: die Schaffung von Beschäftigungsagenturen. Rudolf Hempfling von der Bundesagentur für Arbeit meinte: "Wie lange die polnischen Arbeiter noch für 5,42 Euro in gebückter Haltung über die Erde kriechen würden, wenn sie auch für 15 Euro auf dem Bau Arbeit fänden oder in noch besser gestellte Länder wie die Schweiz abwanderten, sei eine Frage der Zeit". Mit etwas Geschick seitens der Vermittler und des Arbeitnehmers ließe sich für viele - eigentlich nur saisonal gebrauchte - Arbeitskräfte so durchweg Halbjahresbeschäftigungen finden oder sogar mit Jahresarbeitszeitkonten Ganzjahresbeschäftigungen. Doch so eine Organisation will auch bezahlt werden, und vom Gehalt der Arbeitnehmer geht das nicht mehr. "Wir haben viele Arbeitgeber gebeten, uns mal auszurechnen, was sie die einzelnen Saisonarbeitnehmer tatsächlich kosten, über den reinen Stundenlohn hinaus", so Hempfling. Mit Beantragung, Sozialversicherung, Unterkunft und sonstigem Organisationsaufwand - so sei ihm bestätigt worden - käme der Landwirt schon auf einen Stundenlohn von acht bis neun Euro.