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Beschwerde abgewiesen: Verkauf unter Einstandspreis kein unlauterer Wettbewerb

Der Verband Badischer Gartenbaubetriebe und der Hessische Gartenbauverband hatten unabhängig voneinander im Mai gegen Penny-Markt Beschwerde bei der Zentrale zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs eingelegt. Der Vorwurf lautete, deutschen Salat unter dem Einstandspreis zu verkaufen. Die Wettbewerbszentrale wies die Beschwerde zurück. Penny hatte in einer Anzeige für verschiedene Blattsalate mit einem durchgestrichenen Preis von 0,59 Euro und einem neuen Preis von 0,09 Euro sowie dem Hinweis "85 Prozent" billiger geworben. Diese Art der Preisgestaltung ist laut Wettbewerbszentrale nicht zu beanstanden, wenn der durchgestrichene Preis eine zeitlang gefordert wurde. Auch die Höhe des Preises unterliegt der Preisgestaltungsfreiheit. Der Verkauf unter Selbstkosten oder Einstandspreis sei grundsätzlich zulässig. Unlauter ist dies dann, wenn mit der Preisunterbietung gezielt andere Mitbewerber vom Markt verdrängt werden sollen. Da hierfür keine Anhaltspunkte vorlagen, wurde die Beschwerde abgewiesen.