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Bestattungen unter Bäumen: Philippshöhe und Pfälzerwald

Auf dem Gebiet der Waldbestattungen gab es in den letzten Wochen einige aktuelle Entwicklungen. So macht neben den deutschlandweit mittlerweile elf Anlagen der Friedwald GmbH sowie den Baumgräbern auf üblichen Friedhöfen auch der „RuheForst“ verstärkt von sich reden. Die RuheForst GmbH mit Firmensitz im nordrhein-westfälischen Hilchenbach verfolgt ein ähnliches Konzept wie die schon stärker verbreiteten Friedwälder. Momentan sind es fünf „Ruheforsten“. In Hagen wurde am 31. März 2006 mit dem „RuheForst Philippshöhe“ die laut Firmenangabe erste kommunale Anlage dieser Art in Nordrhein-Westfalen offiziell eingeweiht. Laut Oberbürgermeister Peter Demnitz hätten „viele Menschen in der heutigen Zeit den Wunsch nach einer Ruhestätte in freier Natur“. Die Stadt Hagen reagiere auf die Nachfrage nach individuellen Bestattungsformen. Im Gegensatz zu den meisten bisherigen Friedwäldern und Ruheforsten befindet sich der „RuheForst Philippshöhe“ in fast zentraler Lage. Der 29. April 2006 ist Eröffnungstag für den ersten Ruheforst im Pfälzerwald bei Bad Dürkheim. Die Waldfläche auf der Frankensteiner Steige umfasst etwa 50 Hektar. Das Nutzungsrecht für die Ruheplätze an einem Baum wird jeweils auf 99 Jahre erworben. Man unterscheidet Einzelurnenplätze und Gemeinschaftsruheplätze. Wer möchte, dürfe den Namen des oder der dort Beigesetzten auf einem Schild am Stamm befestigen lassen. Das Schild hat die Größe einer Scheckkarte.