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Bestattungsrecht: Gesetzesrahmen sei zu eng gestrickt

Es sei höchste Zeit, das baden-württembergische Bestattungsgesetz zu reformieren.“ Dies sagte der rechtspolitische Sprecher der FDP/DVP-Fraktion im baden-württembergischen Landtag, Dr. Hans-Peter Wetzel. Die FDP/DVP ist Juniorpartner in der Landesregierung. In einer Pressemitteilung erwähnte die FDP/DVP-Fraktion die Absicht der Landesregierung zu einer Überarbeitung des aus dem Jahr 1970 stammenden Gesetzes. Viele Vorschriften des alten baden-württembergischen Bestattungsgesetzes seien nicht mehr zeitgemäß.

Nach Meinung Wetzels sollte sich jeder Bürger nach seinen religiösen und persönlichen Vorstellungen bestatten lassen können. Doch wolle man die gewachsene Trauerkultur nicht abschaffen. Der enge Gesetzesrahmen werde heutigen Realitäten nicht mehr gerecht. So leuchte nicht ein, warum sich ein Mitbürger muslimischen Glaubens nicht in einem Leinentuch bestatten lassen kann. Über den generellen Friedhofszwang sei ebenfalls zu diskutieren.

Gerade für Menschen mit Migrationshintergrund, die sich in ihrem Herkunftsland bestatten lassen wollen, würden heute unverhältnismäßig hohe Hürden aufgebaut.