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Bestattungswald: Haustiere als „Grabbeigabe“

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Seit 2001 gibt es die Möglichkeit, im Bestattungswald die letzte Ruhe zu finden. Friedhofsgärtner schauen mit Sorge auf die Entwicklungen außerhalb der Friedhofsmauern. Wir haben bei drei Anbietern naturnaher Bestattungen nachgefragt, wie sich ihre Strukturen entwickeln.

Bestattungswälder reagieren auf den Trend und passen ihre Angebot an. Foto: sorcerer11/Fotolia

Was gibt es aktuell aus Ihren Bestattungswäldern zu berichten?

FriedWald: Derzeit haben wir in Deutschland 62 Standorte und zwei in Österreich. Nach und nach werden Angebots- und Preisstrukturen bei den einzelnen Standorten geändert, dies dient der Vereinfachung und damit dem besseren Verständnis der Baumgrab-Alternativen. Insbesondere in der Produktgruppe „Baum“ wird nur noch die Grabart „Der Baum im FriedWald“ mit einem klar definierten Leistungsumfang und einem neuen, attraktiven Einstiegspreis angeboten. Die bisherige Nutzungsdauer von bis zu 99 Jahren bleibt erhalten.

Eine weitere Veränderung betrifft die Zahl der möglichen Grabstellen an einem Baum: Hier wird es für die Kunden mehr Flexibilität geben. Statt wie bisher maximal zehn Plätze, können künftig bei sehr stattlichen Bäumen maximal 20 Plätze belegt werden. Dies ermöglicht es, auch in vielen Jahren noch Bäume und Plätze in attraktiven Lagen, wie in Parkplatznähe, anbieten können.

RuheForst: In diesem Jahr werden wir noch zwei bis drei Standorte eröffnen. Außerdem wollen wir uns auch in anderen europäischen Ländern etablieren. Anfragen dazu liegen vor.

Naturruhe Friedewald: Aktuell verzeichnen wir eine große Nachfrage an Pflanzbäumen. Wir pflanzen in der Regel zusammen mit den Anrechtsinhabern einen heimischen Laubholzbaum mit entsprechender Dimension für zukünftige Beisetzungen, dies oft im Sinne einer Vorsorge und der Möglichkeit, den Baum weiter wachsen zu sehen. Anfragen neuer Standorte gibt es aufgrund des allgemeinen Trends reichlich.

Was ist in naher Zukunft an Aktivitäten geplant?

FriedWald: Am 28. September wurde in Markersdorf in Sachsen zwischen Bautzen und Görlitz ein neuer Standort eröffnet. Ähnlich des FriedWald-Standorts Rügen, wird hier der Park eines Schlosses einbezogen (Schloss Deutsch-Paulsdorf). Bis Ende des Jahres soll noch ein Standort in NRW eröffnet werden.

RuheForst: Untersuchung der RuheForst Standorte auf die positive Wirkung auf das Ökosystem Wald. Herausnahme aus der normalen forstwirtschaftlichen Bewirtschaftung

Naturruhe Friedewald: Wir haben als erster Bestattungswald in Deutschland die Genehmigung erhalten, in einem separaten Quartier, auch Tiere am Baum beisetzen zu dürfen. Haustiere können damit als juristische „Grabbeigabe“ im Vorfeld, gleichzeitig oder im Nachgang am gleichen Baum beigesetzt werden.

Den kompletten Beitrag lesen Sie in der TASPO 38/2018, die am 21. September erschienen ist.