Alle News

Bewegung bei Erbschaftsteuer & Hofladenurteil

Positive Nachrichten konnte jetzt eine Delegation um Jürgen Mertz, Vizepräsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), aus dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) mitbringen. „Wir freuen uns, dass wir Bewegung in zwei speziell für den Gartenbau wichtigen Themenfeldern sehen können, nämlich beim Hofladenurteil und der Erbschaftsteuer. In beiden Fällen werden sich Bund-Länder-Arbeitsgruppen der speziellen Belange unserer Branche annehmen“, resümiert Mertz nach dem Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Hartmut Koschyk im BMF.

Was die Abgrenzung landwirtschaftlicher und gewerblicher Betriebe betrifft, so berichtete Koschyk, dass die entsprechende Bund-Länder-Arbeitsgruppe die vom ZVG angesprochenen Punkte in ihrer zweiten Sitzung Mitte März intensiv beraten werde.

Mertz hatte in der Unterredung abermals die besondere Betroffenheit vieler Gartenbaubetriebe deutlich gemacht. Er forderte eine Fortentwicklung des Themas, welche die Unternehmen weder in ihrem unternehmerischen Fortschritt ausbremst noch sie eines Teils ihrer wirtschaftlichen Grundlage beraubt.

Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe ist es auch, die sich in Sachen Erbschaftsteuer eines für die Gartenbau-Unternehmer problematischen Sachverhaltes annehmen soll. Bereinigt werden soll, so die Forderung der Gärtner, eine Bestimmung im aktuellen Erbschaftsteuerrecht, die besonders die gartenbaulichen Firmen trifft.

Der Zentralverband Gartenbau hatte mehrfach darauf hingewiesen, dass nach einer Übergabe von Gärtnereien als landwirtschaftliche Betriebe eine Umwidmung im Zeitraum der Behaltefristen in der Regel zu einer Nachbesteuerung führe, sofern das Kapital in gewerbliches Betriebsvermögen investiert werde.

Mertz hatte nachdrücklich eine Lösung des erbschaftsteuerlichen Problems eingefordert. Seitens des BMF wies man darauf hin, dass die Bund-Länder-Arbeitsgruppe es für einen denkbaren Ansatz halte, dass die ertragsteuerliche Umwidmung von Einkünften nicht zu erbschaftsteuerlichen Konsequenzen führe. Mertz begrüßte dies, denn gerade in der grünen Branche komme der Wechsel vom landwirtschaftlichen Status in den gewerblichen regelmäßig vor.