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Bewerbungsphase für European Green Cities Award startet

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2020 wurde zum ersten Mal der European Green Cities Award verliehen, jetzt wurde das Bewerbungsverfahren für die diesjährige Auszeichnung eröffnet. Gesucht werden laut Ausschreibung „mutige, frische und inspirierende Projekte“, die Städte grüner, lebenswerter und nachhaltiger machen.

Projekte, die sich für den European Green Cities Award bewerben, sollen einen echten Mehrwert für Stadtbewohner und Umwelt schaffen. Foto: ENA/BdB/Graf Luckner

Beringen 2020 erster Gewinner des European Green Cities Award

Von der industriellen Bergbaustadt zum grünen Juwel: Diesen Wandel hat das belgische Beringen vollzogen, das im vergangenen Jahr mit dem European Green Cities Award ausgezeichnet wurde. Beworben für den im Rahmen der von 2018 bis 2020 laufenden EU-Kampagne „Grüne Städte für ein nachhaltiges Europa“ erstmals verliehenen Preis hatten sich im vergangenen Jahr Projekte aus insgesamt sechs europäischen Ländern, darunter der Taylor Park Mannheim – ein grünes Industriegebiet, das durch die Umwandlung der ehemaligen Taylor-Kasernen zu einem Freizeitgebiet entstand und 2019 eröffnet wurde.

2021 wird der Award zum zweiten Mal, nun im Rahmen der vom europäischen Baumschulverband ENA (European Nurserystock Association) initiierten Folgekampagne „Mehr grüne Städte für Europa“, ausgeschrieben. Wie der Bund deutscher Bundschulen (BdB), der die Kampagne in Deutschland durchführt, dazu informiert, sind ab sofort unter anderem Städte, Gemeinden, Landschaftsarchitektur-Büros, Planer oder Bauträger dazu aufgerufen, sich mit ihren Projekten aus dem Bereich grüne Infrastruktur zu bewerben. Dies könnten laut BdB beispielsweise renaturierte Gewerbegebiete, Stadtparks, Krankenhäuser, Schulgelände oder neue Wohnquartiere sein.

Eingereichte Projekte sollen Vorteile urbaner Begrünung optimal nutzen

Entscheidendes Kriterium sei, dass die Projekte die Vorteile urbaner Begrünung optimal nutzen, heißt es. Außerdem sollen die Innen- oder Außenbegrünungen „einen echten Mehrwert für Mensch und Umwelt“ schaffen, indem sie zum Beispiel einen Beitrag zur Biodiversität, zu Gesundheit und Wohlbefinden oder zu Aspekten von Umweltgerechtigkeit und Klimaschutz leisten, wie der BdB ausführt. Im Idealfall hätten die eingereichten Projekte darüber hinaus „Nachahmerwirkung“, weil sie zum Beispiel verhältnismäßig einfach reproduzierbar seien und das Potenzial besäßen, neue grüne Infrastruktur-Projekte anzustoßen.

Bewerbungsschluss für den European Green Cities Award 2021 ist laut BdB der 23. Juli, anschließend werde von jedem teilnehmenden Land jeweils ein nationales Projekt ausgewählt und bei der internationalen Jury eingereicht. Wichtig: Die teilnehmenden Projekte müssen in den Ländern angesiedelt sein, die im EU-Programm „Mehr grüne Städte für Europa“ zusammenarbeiten – aktuell sind dies den Angaben zufolge Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, die Niederlande, Polen, Portugal, Ungarn und Schweden.

Bekanntgabe des Gewinners im Herbst 2021

Umfangreiche Informationen zum European Green Cities Award und den Bewertungskriterien sowie das englischsprachige Bewerbungsformular finden Interessierte auf der „Green Cities Europe“-Website. Dort sind auch die jeweiligen Ansprechpartner in den einzelnen Ländern aufgelistet – für Teilnehmer aus Deutschland ist dies Stefanie Gatzemeier, Projektkoordinatorin „Mehr grüne Städte für Europa“ beim BdB, an die auch das in Deutsch oder Englisch ausgefüllte Bewerbungsformular per Mail gesendet werden sollte. Der von der internationalen Jury gewählte diesjährige Gewinner soll laut BdB Ende September/Anfang Oktober bekannt gegeben werden.

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