BGI: Kein Verbot für Dieselfahrzeuge

Veröffentlichungsdatum:

Ein Fahrverbot für Kleintransporter, die Diesel tanken, würde den Blumenfachhandel laut BGI deutlich treffen. Foto: Christian Mannsbart

Der Bundesverband des Deutschen Blumen-Groß- und Importhandels (BGI) spricht sich deutlich gegen ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in deutschen Städten aus. Vielmehr müssten Bund, Kommunen und Autohersteller ihre Bemühungen intensivieren, um die Luftqualitätsstandards einzuhalten.

Blumenfachhandel würde unter Fahrverbot von Dieselfahrzeugen leiden

Um dieses Ziel bis 2020 zu erreichen, müssten alle Beteiligten an einem Strang ziehen. „Für die gesamte grüne Branche, ihre Betriebe, Beschäftigten und Kunden würden Fahrverbote für Fahrzeuge, die zum jetzigen Zeitpunkt teilweise erst ein Jahr alt sind, erhebliche Belastungen mit sich bringen“, so der BGI.

Gerade der Blumenfachhandel hänge von einer direkten Belieferung ab, die bei einem Fahrverbot für Dieselfahrzeuge oft nicht mehr gewährleistet sei. Klein- und mittelständische Unternehmen können es sich aus Sicht des Bundesverbandes einfach nicht leisten, um einen neuen Fuhrpark anzuschaffen.
„Die Unternehmen müssen darauf vertrauen können, dass sie ihre Diesel-Fahrzeuge, die sie mit gültigen Euro-Normen erworben haben, auch mit einer üblichen Laufzeit einsetzen dürfen. Dies betrifft vor allem leichte Nutzfahrzeuge und Lkw, die zum überwiegenden Teil durch Dieselmotoren angetrieben werden“, fordert der Bundesverband.

Einhaltung der Luftqualitäts-Standards: Kommunen und Automobilhersteller gefragt

Um Fahrverbote für Dieselfahrzeuge bis 2020 aktiv verhindern zu können, sollen Bundesregierung, Länder und Automobilhersteller müssen über die bisherigen Beschlüsse zu Software-Updates, zum Mobilitätsfonds und zu Kaufprämien hinaus ihre Bemühungen ausweiten. Nur durch gemeinsame Anstrengungen könnten die europäischen Standards für die Luftqualität in Ballungsräumen eingehalten werden.

„Deshalb sind vor allem die Städte gefordert, nachhaltige Lösungen für diese Gebiete zu finden. Mit verstärkten Investitionen in die Erneuerung der kommunalen Flotten und eine nachhaltige Steigerung der Attraktivität alternativer Verkehrsmittel, können Städte am stärksten zur Luftreinhaltung beitragen“, ist sich der BGI sicher.

Cookie-Popup anzeigen