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Bienenfreundliche Kommunen in Meck-Pomm prämiert

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Pasewalk, Trinwillershagen und Wöbbelin: Das sind die Gewinner des vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern initiierten Landeswettbewerbs „Bienenfreundliche Gemeinden“.

Bienenfreundliche Pflanzen in privaten Gärten und auf öffentlichen Flächen tragen dazu bei, die Nahrungsgrundlagen für Honigbienen und wildlebende Insekten zu sichern. Foto: Pixabay

Lebensbedingungen für Bienen verbessern

„Der im Frühjahr 2018 ausgelobte Wettbewerb ist ein Baustein in unserem Bemühen, die Lebensgrundlagen für Bienen und wildlebende Bestäuber-Insekten in unserem Land zu verbessern. Alle Bewerber haben viel dafür geleistet. Ihnen gemeinsam ist das besondere Engagement einzelner Bürgerinnen und Bürger vor Ort“, so der Landwirtschafts- und Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Dr. Till Backhaus.

So habe etwa die Stadt Pasewalk ihren örtlichen Imkerverband in die Flächennutzungs- und Freiraumplanung sowie in die Pflegekonzepte der Parkanlagen und des öffentlichen Grüns einbezogen. In der Gemeinde Wöbbelin gibt es unter anderem eigene Bienen in der Schule, ein jährliches Bienenfest und einen Bienenlehrpfad. Und in Trinwillershagen wurde zwischen 2009 und 2013 eine ehemalige Industriebrache im Dorfzentrum in einen rund 4,5 Hektar großen, bienenfreundlich bepflanzten Park verwandelt.

Bienenfreundliche Gemeinden als gleichwertige Sieger

Jede der drei besonders bienenfreundlichen Gemeinden erhielt als Anerkennung ein Preisgeld in Höhe von je 3.000 Euro. Eine Rangfolge wurde dabei bewusst nicht vorgenommen, da man „alle drei Gemeinden als gleichwertige Sieger“ betrachte, wie Backhaus bei der Preisvergabe am Samstag auf dem 1. Norddeutschen Honigmarkt des Landesverbandes der Imker MV im Wismarer Sankt-Nikolai-Kirchhof betonte.

Auch die übrigen fünf Bewerber um den Titel „Bienenfreundliche Gemeinde“ – Crivitz, Görmin, Grambow, Heringsdorf und Selmsdorf – hätten bienenfreundliche Bäume und Sträucher gepflanzt und würden jährliche Blühmischungen auf ihrem Gemeindegebiet aussäen, so Backhaus. Neben einem Preisgeld von je 200 Euro erhielten sie daher eine weitere Blühmischung für ihre Gemeindeflächen.

Bienenschutz: jeder Einzelne gefragt

„Vor dem Hintergrund des dramatischen Insektenschwunds sollte jeder Einzelne von uns dazu beitragen, die Nahrungsgrundlagen der Honigbiene und der wildlebenden Insekten zu sichern – vom Landwirt bis zum Kleingärtner“, so Backhaus.

Hilfreiche Maßnahmen seien in diesem Zusammenhang etwa die Anlage sogenannter Bienenweiden, bienenfreundliche Pflanzen in Gärten und auf öffentlichen Flächen wie Verkehrsinseln oder Friedhöfen sowie der richtige Zeitpunkt für den Schnitt auf den Flächen.

Der von Backhaus im April ausgelobte Landeswettbewerb „Bienenfreundliche Gemeinde“ sei ein weiterer Baustein, um die Lebensbedingungen für Bienen und Insekten in Mecklenburg-Vorpommern zu verbessern.