Bienensterben: Protestaktion mit TV-Köchin

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TV-Köchin Sarah Wiener und DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner setzen sich gemeinsam für den Bienenschutz ein. Foto: Screenshot YouTube

Im Kampf gegen das Bienensterben setzt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) jetzt auf prominente Unterstützung. Gemeinsam mit Fernsehköchin Sarah Wiener ruft die Organisation zum Protest gegen intensive Landwirtschaft mit zu viel Dünger und Pestiziden auf.

Für die Deutsche Umwelthilfe ist die Ausgangslage klar: Hauptverantwortlich für das dramatische Schrumpfen der Bienenbestände ist die intensive Landwirtschaft, deren großzügiger Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln zusammen mit dem Anbau von Monokulturen das Angebot an Blütenpflanzen verringert – und damit Bienen und anderen Bestäubern Lebensraum und Nahrungsgrundlage entzieht.

DUH: Bedingungen für Bienen mittlerweile in der Stadt besser als auf dem Land

„Absurd ist, dass mittlerweile die Bedingungen für Bienen in Städten und stadtnahen Gebieten besser sind, als in der freien Landschaft“, sagt Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH. Er plädiert für ein strenges Düngerecht, um die Artenvielfalt in der Landschaft zu schützen. „Jedoch wird das jetzige Düngerecht diesem Anspruch noch nicht gerecht“, findet Müller-Kraenner, der deshalb die Bundesregierung zum Handeln aufruft.

Um ihrem Anliegen mehr Gewicht zu verleihen, startet die Deutsche Umwelthilfe aktuell zusammen mit der bekannten Köchin und Imkerin Sarah Wiener eine Protestmail-Aktion. Und argumentiert dabei unter anderem mit knapperen und teureren Lebensmitteln, die bei weiterem Bienensterben drohen, um möglichst viele Teilnehmer für ihre Protestaktion zu gewinnen.

Zum Schutz der Bienen: Wiener fordert Umdenken in der Landwirtschaft

„Die intensive Landwirtschaft lässt immer weniger Raum für Wildbienen und andere Bestäuber. Als Köchin und Imkerin weiß ich, welche enorme Leistung die Bienen für den Erhalt der biologischen Vielfalt und unsere Ernährung erbringen. Ein ‚Weiter so wie bisher‘ ist also keine Option! Für eine lebenswerte Zukunft und für eine vielfältige Natur brauchen wir ein Umdenken, auch in der Landwirtschaft“, so Wiener.

Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe sind in den vergangenen 25 Jahren die Honigbienen-Völker um mehr als ein Drittel geschrumpft, von den rund 560 Wildbienenarten in Deutschland ist über die Hälfte stark bedroht.

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