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Bildung als zentrales Thema der Zukunft im GaLaBau

Als die eigentliche Herausforderung der Zukunft für die Branche in den nächsten Jahren sieht Hans Christian Leonhards die Aus- und Weiterbildung. Denn aufgrund der demografischen Entwicklung werde es spürbare Veränderungen zum Nachteil der Branche geben, so der Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW anlässlich der Mitgliederversammlung vergangene Woche in Essen.

Präsidium und Geschäftsführung des GaLaBau-Verbandes NRW. Einstimmig wiedergewählt wurden Vizepräsident Peter Knappmann (Essen) sowie die Beisitzer Arnd Meyers (Krefeld) und Reinhard Schulze Tertilt (Everswinkel).Fotos: Gabriele Friedrich

Dank der Nachwuchswerbung haben sich die Auszubildendenzahlen auf einem hohen Niveau befestigt. Auch der diesjährige GalaBau-Cup mit über 200 jungen Teilnehmern zeige das Interesse. Aber eine Hauptaufgabe für die Zukunft für alle, die im Bereich aus Aus- und Weiterbildung tätig sind, bleibe es, Konzepte zu entwickeln, um neue und zusätzliche Fachkräfte zu gewinnen: Sei es nun über Teilqualifizierungen, so Leonhards oder aber über die Generierung von Nachwuchskräften beispielsweise auch aus dem europäischen Ausland.

Erstmalig ist dazu auch ein dreitägiger Deula-Kurs „Vorbereitet in die Ausbildung“ mit rund 40 Teilnehmern erfolgreich gestartet, der auch in diesem Jahr fortgesetzt wird. Er soll dazu beitragen, junge Leute besser in die Betriebe zu integrieren und die Abbrecherquote zu senken.

Der Landesverband hatte in diesem Jahr seine Mitgliederversammlung bewusst auf das Gelände des Gartenbauzentrums Essen gelegt. Der Ausbau sei gut gelungen, der Schulstandort gehe gestärkt in die Zukunft, sagte Leonhards. Gerade in der Woche zuvor war das neue Fachschul- und Seminargebäude in Betrieb genommen worden. Dies soll ein hochwertiges Unterrichtsangebot trotz steigender Schülerzahlen garantieren.

Dr. Karl-Heinz Kerstjens, Leiter des GBZ Essen, stellte die aktuelle Arbeit der Fachschule Essen vor, indem er zwei Meisterschüler und einen ehemaligen Referendar über ihre Facharbeiten berichtet ließ. Aus der GaLaBau-Unternehmensberatung stellten Josef Schmitz und Birgit Jacquemin Strategien für mehr persönlichen, kommunikativen und wirtschaftlichen Erfolg im GaLaBau vor. Auf aktuelle Unternehmer-Seminare noch in diesem Herbst verwies Präsident Leonhards. Sie behandeln einmal die Themen „Bauen im Außenbereich“ und „Chancen im Bereich der Nutzung von Photovoltaik“. Zwei neue Projekte der Öffentlichkeitsarbeit stellte Leonhards ebenfalls vor. Im kommenden Jahr will der Verband gemeinsam mit einer Agentur in Nordrhein-Westfalen Gartenreisen anbieten. So sollen Redakteure von Tageszeitungen und anderen Publikationen eingeladen werden, in der Region schöne von Landschaftsgärtnern erstellte Hausgärten und Freianlagen zu besichtigen. Den regionalen Pressevertretern soll so das Thema Garten und auch der GaLaBau näher gebracht werden. Neu ist auch ein Firmengärten-Wettbewerb, der im Jahr 2012 in der Region Mülheim/Ruhr, Essen und Oberhausen starten soll. Der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten, die Industrie- und Handelskammer zu Essen, die örtlichen Arbeitgeberverbände in Duisburg und Essen, die Kreishandwerkerschaften in Essen und Oberhausen sowie die drei Stadtverwaltungen sind beteiligt. Es sollen gut geplante, fachgerecht gebaute und qualifiziert gepflegte Außenanlagen an Gewerbeobjekten publikumswirksam prämiert werden. Das können Gebäude einer Versicherung oder die Außenanlage einer Schreinerei sein. Der Wettbewerb wird getragen von der Stiftung „Die Grüne Stadt“ und die Landespolitik soll auch gewonnen werden.