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Bio-Anbau ist gesünder, Studie zeigt warum

Der Gehalt an wichtigen Antioxidantien ist in biologisch angebauten Nutzpflanzen und daraus verarbeiteten Produkten bis zu 60 Prozent höher als in konventionellen. Das hat ein internationales Expertenteam unter Leitung der Universität Newcastle (Großbritannien) in der bislang größten Studie ihrer Art herausgefunden. 

Studie bestätigt: Bio-Gemüse ist gesünder. Foto: Jürgen Fälchle/Fotolia.com

Zudem wurden niedrigere Werte an toxischen Schwermetallen bei biologisch angebauten Feldfrüchten festgestellt: So liegt der Gehalt an Kadmium fast 50 Prozent tiefer. Die Studie basiert auf 343 wissenschaftlichen Publikationen zu den Inhaltsstoffen von biologisch und konventionell angebauten Feldfrüchten.

„Mit Bio leben die Menschen gesünder. Der Kauf von Biolebensmitteln hat nicht nur einen gesundheitlichen Nutzen, sondern auch einen Vorteil für die Umwelt“, sagt Jan Plagge, Präsident von Bioland, über die eindeutigen Ergebnisse.

Die Studie belegt, dass die Konzentration an Antioxidantien wie Polyphenolen in biologisch angebauten Kulturen 18 bis 69 Prozent höher ist als in konventionell erzeugten. Je dichter der Nährstoff- und Antioxidationsgehalt, desto mehr zählt jeder Bissen Obst und Gemüse, ohne dabei mehr Kalorien zu sich nehmen zu müssen.  Antioxidantien schützen vor freien Radikalen, die Körperzellen angreifen. Diese Stoffe sind also sehr nützlich, da sie einen Schutz gegen zahlreiche Beschwerden bieten: Herz-Kreislauf-Krankheiten, neurodegenerativen Krankheiten sowie einige Formen von Krebs.

Biolebensmittel bieten aber noch weitere Vorteile für die Gesundheit:

  • 48 Prozent weniger Kadmium (giftiges Schwermetall)
  • 10 Prozent weniger Gesamtstickstoff
  • 30 Prozent weniger Nitrat
  • 87 Prozent weniger Nitrit

Zudem bestätigt die Studie die viel geringeren Pestizidrückstände bei Bioprodukten.Die Ergebnisse widersprechen einer 2009 von der UK Food Standards Agency (FSA) in Auftrag gegebenen Studie, die festgestellt hat, dass es keinen signifikanten ernährungsphysiologischen Nutzen durch biologische Lebensmittel gäbe. Diese Schlussfolgerung gründet jedoch auf nur 46 Publikationen zu Nutzpflanzen, Fleisch und Milchprodukten, während die jetzt publizierte Meta-Analyse auf 343 wissenschaftlich begutachteten Publikationen basiert.

Weitere Informationen zur Studie können auf der Seite der Universität Newcastle abgerufen werden.