Bio-Pflanzentöpfe aus Ananas und Tapioka-Stärke

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Thailand könnte die Ressourcen für Pflanzentöpfe aus Ananas-Resten in rauen Mengen zur Verfügung stellen. Schließlich belegt das asiatische Land bei der Produktion weltweit Rang vier. Foto: Pixabay

Forschern in Thailand ist es gelungen, kompostierbare Pflanzentöpfe aus Ananas-Resten, Tapioka-Stärke und Wasser zu konstruieren. Sie legen die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Arbeit in der sechsten Ausgabe des „International Journal of Recycling of Organic Waste in Agriculture“ dar.

Ananas-Töpfe: komplett kompostierbar und billig in der Produktion

Die Vorteile der Ananas-Töpfe liegen auf der Hand: Sie sind komplett kompostierbar, verbrauchen keine nennenswerten Ressourcen, weisen niedrige Produktionskosten auf (0,75 bis 3 Cent ohne logistische Prozesse und Energieverbrauch) und entsprechen dem zunehmenden Ruf des Handels nach nachhaltigen Produkten. Die Nachteile sind allerdings ebenso offensichtlich. Bisher handelt es sich lediglich um ein Experiment und die Töpfe haben eine begrenzte Haltbarkeit von 45 Tagen.

Pflanzentöpfe aus Ananas speichern Feuchtigkeit

Um die Behälter zu produzieren, bedienten sich die Forscher einer einfachen Methode: Sie ließen die Ananas-Schalen in einem Ofen trocken, der auf 65 Grad Celsius geheizt worden war. Nach dem Trocknungsvorgang stellte das Team ein Gemenge her, das mit Wasser und Tapioka-Stärke abgebunden wurde. Anschließend brachten die Forscher die feste Masse in eine Topf-Form.

Die Topfwände erwiesen sich in einer Dicke von 1,5 Zentimetern am stabilsten. Hier konnten die Wissenschaftler problemlos Blumenerde einfüllen, ohne dass die Behälter brachen. Während der Tests wurde ein weiterer Vorteil der Ananas-Töpfe offengelegt: Sie können bis zu drei Tage Feuchtigkeit speichern.

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