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Biodiversität: Deutsche Bahn ausgezeichnet

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Die Deutsche Bahn engagiert sich an ihrem Standort Rummelsburg in Berlin im Rahmen einer Standorterweiterung für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Dafür wurde das Unternehmen kürzlich ausgezeichnet.

Katja Weickmann vom GNF (grüne Weste) beglückwünscht die DB-Mitarbeiter*innen (v.l.n.r.) Michaela Jäschke, Hartmut-Joachim Sigrist (vorne), Dirk Löffelmann (hinten), Marc Heiden (vorne) und Wencke Wallstein (hinten) zu ihrem Engagement für blühende Gewerbeflächen und Biologische Vielfalt. Foto: S. Lux/DB-Fernverkehr AG

Standort Berlin-Rummelsburg mit Infotafel ausgezeichnet

In dem EU-weiten Projekt „Boosting Urban Green Infrastructure through Biodiversity-Oriented Design of Business Premises“ (LIFE BooGI-BOP), welches von Erfahrungen der Bodensee-Stiftung, des Global Nature Fund und des Instituts für Lebensbezogene Architektur gestützt wird, werden Firmen darin beraten, wie sie ihr Gelände naturnah gestalten können, um so einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leisten. Die Deutsche Bahn AG sucht im Rahmen des Projekts gemeinsam mit den Partnern nach pragmatischen Lösungen für mehr biologische Vielfalt auf ihren Betriebsstandorten. Im Zuge des Aus- und Umbaus des Standortes Berlin-Rummelsburg wurde dementsprechend ökologisch optimiert und umgestaltet. Dafür wurde der Standort nun mit einer Informationstafel als offizieller Teilnehmer des Projekts ausgezeichnet.

Standorterweiterung als Chance zum Erhalt der Biodiversität

Als eine der größten Grundbesitzerinnen Deutschlands sei sich die Deutsche Bahn ihrer besonderen Verantwortung für den Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt durchaus bewusst und komme dieser im Projekt nach. Das Ziel von „LIFE BooGI-BOP“ ist es, in ganz Europa auf Gewerbestandorten biologische Vielfalt zu fördern, wo dies mit dem Betriebsablauf vereinbar ist. In Berlin-Rummelsburg befinde sich demnach eines von insgesamt neun Instandhaltungswerken der DB Fernverkehr AG. Die Standortverantwortlichen wurden vor der anstehenden Erweiterung des Werkes hinsichtlich ökologischer Potentiale beraten.

Wildblumenmischungen statt Landschaftsrasen

Innerhalb der noch laufenden Bauphase wurden daraufhin artenreiche Wildblumenmischungen statt monotonem Landschaftsrasen angesät, sowie die Pflege der Grünflächen extensiviert. Zusätzlich wurde bei der DB die Initiative „Azubis pro Umwelt“ ins Leben gerufen, um den Fachkräfte-Nachwuchs für die Belange des Artenschutzes zu sensibilisieren. So entstand in Rummelsburg eine weitere Fläche mit einer artenreichen Wildblumenmischung aufgewertet sowie eine Nisthilfe für Hummeln und ein Insektenhotel installiert. „Sehen heißt glauben: Unternehmensstandorte, die mit gutem Beispiel vorangehen, sind unverzichtbar, um zu zeigen, wie mit wenig Aufwand ein substantieller Beitrag zum Erhalt der Biologischen Vielfalt erreicht werden kann – der ganz nebenbei auch noch die Attraktivität des gesamten Standorts erhöht“, erklärt Katja Weickmann vom Global Nature Fund bei der Übergange der Infotafel am Standort.

Nächste Schritte bereits geplant

Doch damit nicht genug, denn weitere Schritte seien bei der Deutschen Bahn bereits in Planung. „Gemeinsam mit der Deutschen Bahn werden wir schauen, welche Maßnahmen eine breitere Anwendung an anderen Standorten erfahren können – was eine nicht ganz einfache Aufgabe ist: Gerade ein so großes Unternehmen wie die Bahn ist einer ganzen Reihe von Zwängen unterworfen, die Strukturen sind komplex. In Rummelsburg hat alles gepasst. […] Außerdem hatten wir sehr gute Standortbedingungen für die Ansaat hochwertiger Wildblumenmischungen“, erklärt Sven Schulz, Projektleiter bei der Bodensee-Stiftung und Koordinator vom Projekt LIFE BooGI-BOP die nächsten Aktivitäten.

„So einfach ist es natürlich nicht immer: Gerade in aufwendigeren Projekten mit engen Zeitplänen und komplexen Abläufen, die mit zahlreichen Akteuren abgestimmt werden müssen, ist es sinnvoll, die richtigen Leute zum richtigen Zeitpunkt für die Idee zu begeistern. Die Akteure vor Ort werden dabei mit Fachwissen unterstützt. Denn: Ein Bauingenieur ist nicht immer ein Biodiversitätsexperte. Und die Maßnahmen müssen auch den wirtschaftlichen Anforderungen Rechnung tragen. […]“, ergänzt Dr. Michael Hölzinger, zuständig im Bereich Corporate Real Estate bei der Deutschen Bahn.

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